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Über Zollverein
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Bauhaus auf Zollverein

Die Architektur der Moderne

Architektur der Moderne, Neue Sachlichkeit und der Bauhaus-Gedanke auf Zollverein

Im Rahmen des Bauhausjubiläums „Bauhaus 100“, das 2019 deutschlandweit gefeiert wird, ist das UNESCO-Welterbe Zollverein mit Zeche und Kokerei Ankerpunkt von 100 Orten der Route der Moderne. Zum Auftakt fand auf dem Gelände des UNESCO-Welterbes Zollverein im September 2018 ein zweitägiges Symposion „100 jahre bauhaus im westen“ anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums des Bauhauses statt. Das Welterbe Zollverein feiert das Bauhaus-Jahr 2019 mit einem Festival sowie mit Ausstellungen, Aufführungen, Konzerten, Führungen, Workshops und Vorträgen.

Die Zeche und Kokerei Zollverein wurde am 14. Dezember 2001 als „Industriekomplex Zeche Zollverein“ in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Seitdem gehört die ehemalige Industrieanlage offiziell zu den bedeutendsten Kulturgütern der Welt. In ihrer Begründung benannte die UNESCO zwei zentrale Kriterien für die Entscheidung: „Der Industriekomplex Zeche Zollverein in Essen ist ein bemerkenswertes Industriedenkmal, weil seine Gebäude herausragende Beispiele für die Anwendung der Gestaltungskonzepte der Bauhaus-Architektur in einem industriellen Gesamtzusammenhang sind. Die technischen und sonstigen Strukturen auf Zollverein XII dokumentieren eine entscheidende Phase der traditionellen Schwerindustrie Europas, in der architektonische Konzepte von außergewöhnlicher Qualität einfühlsam und sicher eingesetzt wurden.“

Durchgestaltet bis in die Details der Lampen, Treppengeländer und Türgriffe ist der komplett erhaltene Komplex von Zeche und Kokerei Zollverein ein Gesamtkunstwerk und repräsentiert exemplarisch die soziale, ökonomische, ästhetische und industrielle Geschichte des Kohle- und Stahlzeitalters.

Eigenständige Variante des Bauhaus-Gedankens
Noch heute besticht die symmetrische Anordnung der Gebäude auf zwei Blickachsen. Die 20 Einzelgebäude bilden die technischen Arbeits- und Produktionsabläufe der Kohleförderung ab, und zwar nach der Bauhaus-Maxime, dass sich die Form an der Funktion orientieren soll. Dieses auf dem Effizienzgedanken „form follows function“ fußende funktionale Prinzip verbindet Zollverein mit den zukunftsweisenden Visionen der Bauhauszeit in den 1920er-Jahren, die schließlich auch im Ruhrgebiet, dem industriellen Westen, zum Nährboden für die Moderne wurden.

Die neusachliche Stahlfachwerkarchitektur auf der 1932 in Betrieb genommenen Schachtanlage XII der Zeche Zollverein und auf der in den 1950er Jahren in der gleichen Formensprache errichten Kokerei Zollverein stellt insofern eine eigenständige Variante des Bauhaus-Gedankens dar. Sie ist Ausdruck der engen Verbindung von Industriedesign und Architektur, beeinflusste die Industriearchitektur nachfolgender Generationen und brachte Zollverein schon zu Betriebszeiten den Ruf als „schönste“ Zeche der Welt ein.

Sonderführung im Bauhaus-Jahr
In allen Führungsangeboten auf dem Welterbe Zollverein ist dieser von der UNESCO hervorgehobene außergewöhnliche universelle Wert (OUV – outstanding universal value) ein zentraler Bestandteil der Vermittlung. Besonders im Fokus steht dieser Aspekt in der Führung „Zollverein-Architektur gestern und heute“: Sie setzt die vom Bauhaus beeinflusste neusachliche Architektur von Fritz Schupp und Martin Kremmer in den Kontext der Architektur der Moderne und thematisiert gleichzeitig ihren Einfluss auf die Zollverein-Architektur.

Ausstellung über die Künstlersiedlung Margarethenhöhe
1919 jährt sich zum hundertsten Mal die Gründung des sogenannten Kleinen Atelierhauses auf der Essener Margarethenhöhe, das die Stifterin der Gartenstadt, Margarethe Krupp, für den Künstler Hermann Kätelhön bauen ließ. Es war die Keimzelle eines Künstlerkreises, der sich in den nachfolgenden Jahren auf der Margarethenhöhe etablierte. Zu ihm gehörten neben Kätelhön vor allem die Bildhauer Joseph Enseling, Will Lammert und Richard Malin, die Maler Kurt Lewy, Gustav Dahler, Josef Albert Benkert sowie Philipp und Hermann Schardt, die Goldschmiedin Elisabeth Treskow, die Buchbinderin Frida Schoy und der Fotograf Albert Renger-Patzsch. Sie schufen mitten im Ruhrgebiet eine Künstlerkolonie, die sich mit der künstlerischen und kunsthandwerklichen Produktion im Industrieraum an Rhein und Ruhr auseinandersetzte.

Die Ausstellung „Aufbruch im Westen. Die Künstlersiedlung Margarethenhöhe“, die vom 15. April 2019 bis zum 5. Januar 2020 im Ruhr Museum zu sehen ist, veranschaulicht mit über 600 Exponaten die Einbindung des Künstlerkreises in den kulturellen Aufbruch im Industrierevier in den 1920er-Jahren. Sie erzählt vom Bau der Siedlung, dem Zusammenleben der Künstler und dem Wirken dieser Künstlerkolonie im Westen Deutschlands.

Festival „Try again, fail again, fail better – IMPULS BAUHAUS“
Die Folkwang Universität der Künste präsentiert im Bauhaus-Jahr in Kooperation mit dem Ruhr Museum, der Stiftung Zollverein sowie in Zusammenarbeit mit dem Museum Folkwang und der Klassik Stiftung Weimar das Festival „Try again, fail again, fail better – IMPULS BAUHAUS“. Internationale Künstlerinnen und Künstler setzen sich gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden der Folkwang Universität der Künste unter der Künstlerischen Leitung von Prof. Elke Seeger und Fabian Lasarzik mit vier Gestaltungsbegriffen des Bauhauses auseinander: Licht, Körper, Funktionalität und Raum.

100 Jahre Bauhaus

Zollverein als Ankerpunkt der 100 Orte der Route der Moderne
100 Jahre Bauhaus

Aufbruch in die Moderne

Interview mit Heinrich Theodor Grütter

100 Jahre Bauhaus

Festival zum Bauhaus-Jubiläum

„Try again, fail again, fail better“

100 Jahre Bauhaus

Zollverein und die neue Sachlichkeit

Zur Architektur des Welterbes

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