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Über Zollverein
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„Symbol der Zukunft“

Zollverein-Generalmanager präsentieren ihre Agenda

Zukunftsstandort für Kultur und Wirtschaft

Februar 2019: Zollverein entwickelt sich zu einem Zukunftsstandort für Kultur und Wirtschaft. Die neuen Generalmanager des UNESCO-Welterbes haben eine klare Agenda – für das Jahr 2019 und darüber hinaus.

„Zollverein ist ein Ort des Wandels und der Innovation. Der Doppelbock hat sich zum Symbol der Zukunft entwickelt“, sagt Prof. Hans-Peter Noll. Gut 200 Tage ist es her, dass er gemeinsam mit Prof. Heinrich Theodor Grütter in den Vorstand der Stiftung Zollverein berufen wurde. Jetzt haben die beiden neuen Generalmanager des UNESCO-Welterbes Zollverein ihre Agenda für den Zukunftsstandort vorgestellt.

Die stillgelegte Zeche und Kokerei Zollverein, seit 2001 UNESCO-Welterbe, ist heute eine Ikone des Industriezeitalters und touristische Attraktion, zugleich Wirtschaftsstandort, Bildungscampus und junges, wachsendes Kraftwerk der Kreativindustrie. „An diese Erfolgsgeschichte wollen wir im Jahr eins nach dem endgültigen Steinkohlenausstieg in Deutschland anknüpfen. Zollverein soll das Vorbild für Strukturwandel und Transformation in Europa werden“, so Noll weiter. Zollverein werde nach dem Prinzip „Erhalt durch Umnutzung“ als Denkmal gesichert und befinde sich dennoch in stetigem Wandel. „Diese Herausforderung gilt es anzunehmen – einerseits dem vor mehr als 30 Jahren stillgelegten Steinkohlenbergwerk als einem bedeutenden Abschnitt europäischer Wirtschaftsgeschichte Respekt zu zollen, andererseits den Blick nach vorn zu richten und auf Zollverein künftig die Rohstoffe der Zukunft zu fördern: Ideen, Innovation, Gründergeist.“ Dabei habe sich das Welterbe Zollverein bereits zu einem Standort entwickelt, der eine immer stärkere wirtschaftliche Bedeutung erlangt. Insgesamt sind bis 2018 bereits rund 1.500 neue  Arbeitsplätze auf Zollverein entstanden.

"Wir brauchen Botschafter und Unterstützer, die sagen 'Ich bin Zollverein'." Prof. Heinrich Theodor Grütter (links) und Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorstandsmitglieder der Stiftung Zollverein.

Starke touristische  Anziehungskraft
Auch die touristische und kulturelle Anziehungskraft des Standorts ist nach wie vor hoch, wie Prof. Heinrich Theodor Grütter herausstellt: „Mit rund 260.000 zahlenden Besuchern im Ruhr Museum und rund 155.000 Gästen bei den Zollverein-Führungen durch Zeche und Kokerei war das Jahr 2018 das besucherstärkste seit der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Unser Ziel ist es, im Jahr 2020 eine halbe Million zahlende Besucher zu erreichen. Damit spielt das Welterbe Zollverein als touristischer Standort im Konzert der historischen Museen in Deutschland in der ersten Liga mit.“ Solche Zahlen ließen sich dann erreichen, wenn Gäste sich bestenfalls einen ganzen Tag auf dem Welterbe aufhalten, so Grütter weiter. Wer jetzt Lust auf einen Rundgang bekommen hat, sollte sich den 31. März vormerken: Zur Saisoneröffnung können sich Gäste auf freien Eintritt in das Ruhr  Museum und Zollverein-Führungen zu ermäßigten Preisen freuen. Zudem findet an diesem Sonntag die Wiedereröffnung des umfassend modernisierten Portals der Industriekultur in der Kohlenwäsche statt. Zusätzliches Besucherpotenzial werden künftig ergänzende Angebote wie das Schaudepot des Ruhr Museums im Quartier Kokerei bieten.

Zudem ist die Sanierung der Koksofenbatterie verbunden mit dem Ausbau der „schwarzen Seite“ der Kokerei zum neuen Denkmalpfad Kokerei eine wichtige museale Ergänzung für Zollverein. Die erste von insgesamt zwölf Stationen dieses Rundgangs wird im Sommer 2019 eröffnet. Mit den neuen Angeboten soll künftig übrigens auch die Orientierung verbessert werden. Denn durch bauliche Veränderungen, ein deutlich erweitertes Veranstaltungsangebot sowie die stark gewachsenen Besucherströme wird das vor rund zehn Jahren entstandene analoge Kommunikationskonzept den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Bereits 2018 wurden erste Maßnahmen für eine verbesserte Orientierung auf dem 100 Hektar großen Gelände ergriffen. Ein neues Wegeleitsystem wird nun sukzessive gemeinsam mit Partnern aus Architektur, Denkmalpflege und Verhaltensökonomie, Besuchern und den Akteuren auf dem Areal entwickelt und umgesetzt. Neben der Optimierung der Beschilderung und Beleuchtung  stellen auch die Themen Logistik, Mobilität und die Anbindung des Areals an den ÖPNV Herausforderungen dar, die die neuen  Standortmanager angehen.

Bauprojekte auf dem Welterbe
Bereits Anfang Februar wurde im Quartier Kokerei ein neues Parkdeck in Betrieb genommen, das sowohl von Mitarbeitern benachbarter Unternehmen als auch von Gästen der Veranstaltungshalle Grand Hall Zollverein und Besuchern des Standorts genutzt werden kann. Aktuell wird bis Mitte des Jahres der Parkplatz A2 im Kern des Industriedenkmals saniert. In vollem Gange ist auch der Neubau eines Designhotels der Hotelgruppe „hotel friends“ im Quartier 1/2/8. Das Richtfest hat Anfang März stattgefunden, die Eröffnung ist für den Sommer 2019 geplant. „Das ist ein wichtiger Schritt für Zollverein – zum einen als Tourismusstandort und zum anderen als Tagungs- und Kongressstandort“, ist sich Prof. Hans-Peter Noll sicher. Ebenfalls im Sommer 2019 startet die neue Gastronomie „The Mine“ in der bislang noch ungenutzten zweigeschossigen Halle 4. Das Restaurant soll sowohl Besucher und Touristen – insbesondere Familien, Reisegruppen, Schulklassen und Anwohner – als auch Beschäftigte auf Zollverein ansprechen. Zudem soll die Halle 8 zur Kunsthalle ausgebaut werden. Erste Pläne für 2020 stehen ebenfalls bereits fest: Dann soll in Sichtweite des Doppelbocks ein neues Informationszentrum als zentrale Anlaufstelle in Betrieb gehen.

Ausbau der "schwarzen Seite" der Kokerei. 2019 wird die erste von zwölf Stationen des neuen Denkmalpfads Kokerei eröffnet.

Noch mehr Angebote für Kinder und Familien
Auch die sehr erfolgreichen Vermittlungsangebote für Kinder und Jugendliche – von Kinderführungen über Geburtstage und den jährlich am 3. Oktober stattfindenden „Maus-Türöffnertag“ mit zuletzt 10.000 Teilnehmern – werden in den kommenden Jahren um eine Reihe von Bausteinen ergänzt. Im soeben denkmalgerecht hergerichteten Wagenumlauf werden ab Sommer 2019 im sogenannten neuen Denkmalpfad 1/2/8 insgesamt 14 verschiedene Stationen eingerichtet, die insbesondere Kindern, Jugendlichen und Familien auf spielerische Art und Weise das Thema Bergbau näherbringen: darunter ein Zechenparcours, verschiedene Geleuchtstationen, eine Förderwagenreparatur sowie eine Koepeförderung. „Zudem erhalten kleine und große Besucher die Möglichkeit, in einen Förderkorb zu steigen und das Anfahren hautnah zu erleben“, verrät Prof. Heinrich Theodor Grütter. Darüber hinaus ist ein Stollen geplant, in dem man tatsächlich Kohle abbauen kann. Mit Unterstützung der Sparkasse Essen wird ein großer Kinderspielplatz errichtet.  In unmittelbarer Nähe entsteht zudem das Familienförderzentrum PLUS Zollverein des Deutschen Kinderschutzbundes e.V., das ein breites Spektrum an Angeboten für Kinder und Familien aus den umliegenden Stadtteilen bereithalten wird. Dazu zählen klassische Betreuungsangebote und Bildungsprojekte für Kinder und Familien, aber auch Beratung und Fördermaßnahmen werden unter dem Dach des neuen Zentrums ihren Platz finden. Dabei werden konkret Zukunftschancen für Mädchen und Jungen am Standort Zollverein eröffnet und modellhaft Angebote vorgehalten, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen und Ressourcen der Bürger orientieren und Brücken zur Bevölkerung in den umliegenden Quartieren bilden werden.

Zollverein zum Anfassen. Neue Vermittlungsangebote entstehen auf Schacht 1/2/8.

Ansiedlung neuer Unternehmen
Bei der Standortentwicklung liegt bereits seit einigen Jahren der Schwerpunkt auf der Kokerei. Während die denkmalgerechte Sanierung der historischen Bausubstanz im Bereich der Koksofenbatterie mit Schornsteinen, Bandbrücken, Löschgleishalle, Löschtürmen und Vorkühler noch bis 2023 andauern wird, sind die Neubauten von RAG-Stiftung und RAG AG bereits Anfang 2018 fertiggestellt und bezogen worden. Seit kurzem haben dort auch die Ruhr Konferenz und die Olympia-Initiative Rhein Ruhr City 2032 ihren Sitz. In Haus 5 im Quartier Kokerei unterstützt bereits seit 2018 die Gründerallianz Ruhr des Initiativkreises Ruhr Firmengründer bei der Entwicklung. Die Ansiedlung des Fachbereichs Gestaltung der Folkwang Universität der Künste im Quartier 1/2/8 bietet zahlreiche Anknüpfungsmöglichkeiten vor allem in der Ansiedlung von Start-ups und Ausgründungen aus dem Bereich Design. Bis Mitte 2019 wird sich im Schalthaus 2 auf der Kokerei neben dem Unternehmen „Schacht One“ mit „Accenture“ ein weiterer Think Tank ansiedeln.

Sanierung und Denkmalschutz
Im Denkmalbereich im Quartier Kokerei reiht sich an der Koksofenbatterie auf einer Länge von mehr als 600 Metern Koksofen an Koksofen. Durch die fehlende Überdachung ist die Konstruktion bereits heute in großen Bereichen stark geschädigt, so dass die Koksofenbatterie nun ein Schutzdach erhalten soll. Im Rahmen eines Architekturwettbewerbs soll 2019 eine anspruchsvolle architektonische Lösung gefunden werden. Darüber hinaus wird zurzeit die ehemalige HD-Anlage dach- und fachsaniert und ein Nutzungskonzept für das Gebäude entwickelt. Auf rund 1.300 Quadratmetern könnten in Zukunft Ateliers, Werkstätten oder Büros entstehen. Und auch an anderer Stelle tut sich was: Die privaten Betreiber der hochmodernen Veranstaltungshalle Grand Hall Zollverein in der ehemaligen Sauger- und Kompressorenhalle sanieren aktuell das benachbarte Schalthaus 1. Ab 2020 sollen dort unter anderem weitere Büro- und auch Lagerräume entstehen.

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