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Chorwerk Ruhr

„Verlust und Glaube“ – Reflektionen über die Endlichkeit des Daseins

Wie tief trifft uns der Verlust eines geliebten Menschen? Ist die Verzweiflung so groß, dass man an keinen Gott, an nichts mehr glauben kann? Oder ist ein fester Glaube gerade in Zeiten der Trauer ein Trost? Fragen, denen sich Komponisten zu allen Zeiten gewidmet haben.
Die Antworten klingen von der späten Renaissance bis zur Gegenwart sehr unterschiedlich.
Aus allen Totenklagen funkelt die dunkle Seite von Liebe und Treue, eben die Gefühlslage der Hinterbliebenen. Nichts passt besser in den Monat November. „Verlust und Glaube“ ist das A-cappella-Konzert überschrieben, das Chorwerk Ruhr zum Totensonntag auf Zollverein präsentiert.
Chorwerk Ruhr hat für dieses Projekt den Gastdirigenten Sebastian Breuing gewinnen können. Der gebürtige Essener arbeitet international als Chorleiter und Dirigent, z.B. bei großen Opern-Festivals, bei der Ruhrtriennale und den Tagen für Alte Musik. Regelmäßig leitet er die Rundfunkchöre von NDR, WDR und das SWR Vokalensemble als Gastdirigent. Auch mit Chorwerk Ruhr hat der 38-Jährige schon mehrere Projekte zur Aufführung gebracht.

Der professionelle Kammerchor Chorwerk Ruhr wurde 1999 von der KulturRuhr GmbH, dem Kommunalverband Ruhrgebiet, der Stadt Essen und dem Land NRW ins Leben gerufen. Heute zählt das Ensemble zur Spitzenklasse der Chormusik und ist weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und gefragt. Mit großen Orchestern wie den Berliner Philharmonikern hat der Chor konzertiert, CDs eingespielt und Kompositionsaufträge vergeben. Jede Sängerin und jeder Sänger hat Gesang studiert.

Als David erfuhr, dass Absalom erschlagen war, ging er hinauf in seine
Kammer über dem Tor und weinte und sprach: O mein Sohn, Absalom, mein
Sohn, wollte Gott ich wäre statt deiner gestorben! (2.Sam. 19)
Über diese Bibelstelle „When David heard“ gibt es an diesem Abend gleich drei Vertonungen: Thomas Weelkes (1576 – 1623) schrieb ein sechsstimmiges Madrigal, sein Zeitgenosse Thomas Tomkins (1572 – 1656) markiert den musikalischen Übergang zum Frühbarock.
Der US-Amerikaner Eric Whitacre (*1970), beinahe ein Popstar unter den Komponisten der Gegenwart, ist bekannt durch Filmmusik und virtuelle Chöre aus Internetvideos. Sein Werk hat einen bitteren Hintergrund: Der 19-jährige Sohn des Chorleiters Ronald Staheli ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Für dessen Chor schrieb Whitacre „When David heard”, einen Klagegesang zwischen Aufschrei und Stille.

Zwei Werke Francis Poulencs (1899 – 1963) bilden den Rahmen des Konzertabends „Verlust und Glaube”: Un soir de neige und die Messe in G-Dur. Poulenc, der zu einer Gruppe von jungen Komponisten, Schriftstellern und Dadaisten gehörte und einen charmant-vulgären Stil pflegte, war durch den frühen Tod seines Seelenfreundes P.O. Ferroud 1936 so tief getroffen, dass er sich dem katholischen Glauben zuwandte und eine Wallfahrt unternahm. In der Folge schreibt Poulenc seine ersten geistlichen Werke wie die Messe in G-Dur.
Auch Herbert Howells (1892 – 1983) musste in seinem Leben eine Reihe von Schicksalsschlägen verwinden. Der Schwerste war der Tod seines Sohnes Michael, der den Komponisten zunehmend der Kirchenmusik näherbrachte, obwohl er sich selbst nicht für einen strengen Christen hielt. Das Requiem hatte Howells schon zu Lebzeiten seines Sohns begonnen, aber erst fünfzig Jahre später veröffentlicht und seinem Gedächtnis gewidmet.
Die unverwechselbare Klangfarbe von Chorwerk Ruhr zusammen mit der stilistischen Vielseitigkeit des Gastdirigenten und der beeindruckenden Akustik der Industriekulisse des Salzlagers garantieren ein Konzerterlebnis der Extraklasse.

Veranstaltung: Chorwerk Ruhr „Verlust und Glaube“
Zeit: Sa. 23.11.2019, 20 Uhr
Ort: UNESCO-Welterbe Zollverein, Areal C [Kokerei], Salzlager [C88], Heinrich-Imig-Straße 11, 45141 Essen
Tickets: 0180 60 50 400 (0,20 €/Anruf aus dem deutschen Festnetz; max. 0,60 € aus dem Mobilfunknetz), online unter https://www.adticket.de/ oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen über ADticket / im Ruhr.Visitorcenter Essen in der Kohlenwäsche [A14] auf Zollverein
Preise: 1. Kategorie 28 Euro, ermäßigt 23 Euro; 2. Kategorie 23 Euro, ermäßigt 19 Euro
www.zollverein.de
www.facebook.com/Zollverein.Konzerte

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