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Schaudepot Ruhr Museum

Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit

25.000 verborgene Schätze der Sammlungen zu sehen

Das neue Zentral- und Schaudepot des Ruhr Museums ist ein begehbares Museumslager in der spektakulären Industriekulisse der ehemaligen Salzfabrik auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein. Das Ruhr Museum deponiert und präsentiert dort Teile seiner Geologischen, Archäologischen und Historischen Sammlungen.

Besucher*innen können im Rahmen einer Führung durch über 110 Jahre Sammlungsgeschichte streifen, Schlüsselobjekte kennenlernen und gleichzeitig einen Blick hinter die Kulissen und die Arbeitsweise eines Regionalmuseum werfen. Da das Depot keine klassischen Ausstellungen zu einem bestimmten Thema zeigt, besitzt es eine ganz andere Dynamik als ein Museum, Es dient als umfassender Speicher für zukünftige Ausstellungsprojekte zur Geschichte der Region und veranschaulicht auf beeindruckende Weise die Substanz, Größe und Diversität der drei Sammlungen ebenso wie die drei Hauptaufgaben eines Museums: Sammeln, Bewahren und Erforschen.

Natur, Kultur, Geschichte
Wie die Dauerausstellung des Ruhr Museums durchschreitet man das Gebäude von oben nach unten. Der Zeitgang über die Ebenen Natur, Kultur und Geschichte beginnt chronologisch mit den ältesten Sammlungsstücken der Geologie und führt über die Archäologie und Bestände des Mittelalters und der Frühen Neuzeit in den Bereich der Industrie- und Zeitgeschichte der letzten 200 Jahre.

Natur
Auf der imposanten Ebene „Natur“ gliedert sich die Präsentation der Naturwissenschaftlichen Sammlungen in die Bereiche „unbelebte Natur“ mit Rohstoffen, Mineralien und Gesteinen und „belebte Natur“, also Fossilien angefangen von Bakterien-Kolonien über Pflanzen bis hin zu Wirbeltieren. Neben Riesenkristallen, Großammoniten, einem Baumriesen und der Meeresreptilienwand werden auch ganz bedeutende Einzelsammlungen, wie die Wuppertaler Fuhlrott-Sammlung mit dem außergewöhnlichen Donnerpferd und Teile der Vester-Pflanzensammlung mit ihren Trocken- und Feuchtpräparaten wieder öffentlich sichtbar.

Kultur
Auf der mittleren Ebene „Kultur“ mit den Bereichen Archäologie Mittelalter und Vormoderne sorgt eine umfangreiche Schau- und Studiensammlung von über 100 Schädelrepliken eindrücklich für den Übergang von der Natur- in die vom Menschen geprägte Kulturgeschichte. Die Schädel stehen für mehr als 2 Millionen Jahre Menschheitsgeschichte. Dazu veranschaulichen eine große Anzahl an vor- und frühgeschichtlichen Ton- und Glasgefäßen sowie an Objekten aus Stein, darunter ein römischer Sarkophag, den Eindruck der typischen materiellen Zusammensetzung einer archäologischen und vormodernen Sammlung. Sie gliedern die Ebene in die Abteilungen Keramik, Glas, Stein und Möbel, Hausrat, Landwirtschaft und Handwerk – von den antiken Hochkulturen vor tausenden von Jahren bis in die frühe Neuzeit vor der Industrialisierung.

Geschichte
Die Abteilung Industrie- und Zeitgeschichte vor allem des Ruhrgebiets auf der Ebene „Geschichte“ teilt die Objektwelten nach inhaltlichen Aspekten ein. Neben Bereichen wie Alltag, Freizeit, Haushalt, Warenwelt und Handwerk warten die Hinterlassenschaften von Bergbau, Eisen und Stahl ebenso wie die Phänomene Religion, Krieg, Repräsentation und Kindheit. So lassen die Objekte und ihre Bildwelten zusammen Einblicke in die Sammlungsschwerpunkte und -geschichte des Museums zu.

Während des gesamten Rundgangs entstehen durch die offene Architektur nicht nur Nahperspektiven auf die Objekte, sondern inspirierende und Neugier weckende Fernperspektiven auf die Sammlungsbestände der anderen Ebenen, die neue Einblicke und überraschende Zusammenhänge der Sammlungen und ihrer Geschichte offenbaren.

Die Salzfabrik
Das Schaudepot in der Salzfabrik auf der Kokerei des UNESCO-Welterbes Zollverein ist im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ entstanden. Es gehört zu einem der bundesweit siebzehn vom damaligen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderten Projekte, „die Modellcharakter haben und über regionale und auch nationale Grenzen hinausstrahlen.“ Die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Salzfabrik wurde 1959 als Produktions- und Aufbereitungsstätte im Rahmen des von Fritz Schupp geplanten Kokereikomplexes erbaut, der 1961 seinen Betrieb aufnahm. Die beim Kokereiprozess anfallenden Nebenprodukte wurden von der stetig wachsenden chemischen Industrie in großem Maße weiter verwertet, darunter Ammoniak und Schwefelsäure, als Grundstoffe für Salz. 1993 wurde die Salzfabrik stillgelegt. 2017 übernahm das Darmstätter Architekturbüro Planinghaus den Umbau des Gebäudes, die Gestaltung des Inneren das Stuttgarter Büro südstudio. Mit dem Schaudepot endet auch der Umzug des Ruhr Museums mit seinen Ausstellungen, Veranstaltungen und Depots auf das UNESCO-Welterbe Zollverein.

Die Architektur
Der Zweckbau der 1960/70er Jahre erscheint von außen eher unauffällig. Die nur zu erahnende imposante Innenarchitektur liefert die Grundlage für eine spektakuläre Präsentation der Sammlungen des Ruhr Museums. Hinter der Fassade eröffnen sich zwei 18 Meter hohe Lichthöfe und die eindrucksvolle Betonskelettstruktur mit ihren Verbindungsbrücken. Diese, dem Produktionsprozess einer Salzfabrik entsprechende Innenarchitektur, wurde komplett erhalten, ebenso wie die massiven Spuren der Industrieproduktion. Die besondere Binnenstruktur des Gebäudes ermöglicht einmalige Blicke in die Lichthöfe, über die Lichthöfe hinweg in die anderen Etagenabschnitte und auf andere Ebenen des Gebäudes und sorgt so für ein fantastisches Raumerlebnis.

Die Angebote
Besichtigt werden kann das Schaudepot nur im Rahmen von Führungen. Sie dauern je 90 Minuten. Neben regelmäßigen öffentlichen Führungen gibt es eine Reihe von speziell entwickelten Angeboten für Familien mit Kindern, Schulklassen, Erwachsene, Seniorinnen und Senioren und für ein Fachpublikum. Jede Führung kann auch als individuelle Gruppenführung gebucht werden. Eigene Themenschwerpunkte und weitere Stationen Ihres Besuchs sprechen Sie bitte mit unserem Besucherdienst ab.

Preise

Öffentliche Führung
  • Einzelticket Vollzahler/ermäßigt 10 € / 8 €
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Schülerinnen und Schüler sowie Studierende unter 25 Jahren 3 €

Zeiten

Öffentliche Führungen
  • Jeden Sa, So und feiertags 11:00 und 15:00 Uhr

Ort und
Kontakt

Adresse
  • Schaudepot Ruhr Museum
    Heinrich-Imig-Str. 9, UNESCO-Welterbe Zollverein, Essen
    // Anreise mit dem Auto: PParkplatz C und Parkdeck Zollverein (kostenpflichtig), Zufahrt über Arendahls Wiese // Anreise mit ÖPNV: Regionalbahn RB 32 und 35 (Haltestelle: Zollverein Nord) und Bus 183 (Haltestelle: Kokerei Zollverein)

Anmeldung und Beratung