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Über Zollverein
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NEW NOW

Das neue Festival für Digitale Künste

Labor für internationale Kunstproduktion

Wie wollen wir unsere Welt gestalten? Das Festival für Digitale Künste NEW NOW entwirft neue Gegenwarten und findet 2021 erstmals auf Zollverein statt. Vom 27. August bis 3. Oktober 2021 erarbeiten wegweisende zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler digitale Kunstwerke zu Themen unserer Zeit. Teilnehmende erleben Kunst in der Entstehung – und das in der spektakulären Kulisse der Mischanlage der Kokerei Zollverein.

Fünf Wochen lang verwandelt sich das UNESCO-Welterbe Zollverein im Spätsommer zu einer Produktionsstätte für Digitale Künste. Im Rahmen von NEW NOW ziehen Künstlerinnen und Künstler in die Mischanlage der Kokerei ein und entwickeln vor Ort neue Arbeiten: von 3D-gedruckten Skulpturen über Videoarbeiten bis hin zu Werken aus dem Bereich Virtual Reality. Das Festival bespielt dabei die gesamte Mischanlage. Während in der Trichterebene eine raumgreifende digitale Landschaft entsteht, wird die Bunkerebene zu einem Residenz- und Ausstellungsraum.

„Wir laden etwa zehn Künstlerinnen und Künstler ein, für drei Wochen auf Zollverein zu arbeiten. In dieser Zeit können Teilnehmende in Workshops und Performances aktiv den künstlerischen Schaffensprozess miterleben. In einer interdisziplinären Konferenz Mitte September diskutieren wir zudem, wie wir in der postindustriellen, digitalen Zeit im Einklang mit Technologie und Natur leben können. In den letzten zwei Festivalwochen präsentiert schließlich eine Ausstellung die realisierten Arbeiten“, erklärt die Künstlerische Leiterin Jasmin Grimm.

Residenzprogramm

Drei Wochen lang leben internationale digitale Künstlerinnen und Künstler im Rahmen des Residenzprogramms auf Zollverein, arbeiten in der Mischanlage an neuen Werken und bieten an den Wochenenden Workshops an.

Ausstellung

Nach drei intensiven Wochen der Produktion findet vom 18. September bis 3. Oktober die NEW NOW Ausstellung statt.

Virtuelles Festival "ZECHE"

Für die virtuelle Plattform "ZECHE" baut Medienkünstler Christian Mio Loclair das Industriedenkmal als digitalen Raum nach und bereichert es um künstlerische Elemente.

Konferenz „Another End is Possible“

Als diskursiver Teil von NEW NOW findet am 18.-19. September eine internationale und interdisziplinäre Konferenz statt.

Immersive Sound Nights

Während der Eröffnungsnacht am 27. August und der Ausstellungseröffnung am 17. September werden renommierte internationale Künstlerinnen und Künstler die Mischanlage mit experimentellen elektronischen Klängen und Visuals bespielen.

Another Moon

Auf Zollverein geht der Mond auf: Das koreanische Duo Kimchi and Chips realisiert auf der Kokerei die Außeninstallation "Another Moon".

Möglichkeiten entdecken
NEW NOW sieht die Künste als einen Ort der spekulativen Auseinandersetzung, an dem Zeitphänomene aufgespürt und neue Gegenwarten entworfen werden. Wie wollen wir unsere Welt gestalten? Unter dieser Fragestellung sind Teilnehmende dazu eingeladen, neue Möglichkeiten im Jetzt auszuloten. Es geht um das postindustrielle Erbe, um Fragen zu Mensch, Technik und Natur. Als ehemalige industrielle Produktionsstätte sei Zollverein genau der richtige Ort für diese Expedition, meint das NEW NOW-Team. Die frühere Produktionsstätte für Kohle wird zur Produktionsstätte für Kunst. Riesige Kohletrichter und Bunker aus Beton sorgen für spektakuläre Raumsituationen und eine außergewöhnliche Festivalatmosphäre inmitten der rauen Industriearchitektur. International und hybrid „Von Essen aus suchen wir auch den internationalen Austausch. So haben wir beispielsweise eine Festivalkollaboration mit dem MUTEK-Festival im kanadischen Montréal entwickelt. Zudem hat das koreanische Künstlerduo Kimchi und Chips aus Seoul eine neue Installation für Zollverein entwickelt“, so der Ausblick der Künstlerischen Leiterin.

Als internationales Festival für Digitale Künste wird NEW NOW selbstverständlich nicht nur vor Ort auf Zollverein stattfinden. „Wir denken digitale Räume von Anfang an mit, kreieren eine virtuelle, interaktive Festival-Plattform und übertragen viele Veranstaltungen ins Netz“, umschreibt Jasmin Grimm. Auch im virtuellen Raum werden Kunstwerke gezeigt, sodass sogar Interessierte fernab von Essen Teil des Festivals werden können. Die zweitägige Konferenz wird ins Netz gestreamt und der Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern erfolgt über die digitale Plattform. Gleichzeitig bietet NEW NOW Menschen, die das Festival vor Ort besuchen wollen, einen großen Spielraum: „Herkömmliche Festivals finden an wenigen Tagen statt. Unser Programm erstreckt sich über fünf Wochen. Auf diese Weise können wir Besucherströme entzerren und mehr Raum für Reflexion bieten“, sagt Jasmin Grimm. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist auch dies ein zeitgemäßer Umgang mit der neuen Gegenwart.

Digitale Künste erfahrbar machen
Das Festival richtet sich nicht nur an das klassische Kunstpublikum, sondern macht Digitale Künste für die breite Öffentlichkeit zugänglich und erfahrbar. „Damit schafft NEW NOW bewusst Zugänge, die über Akteure mit Spezialinteressen und ein akademisches Fachpublikum hinausgehen“, stellt die Künstlerische Leiterin heraus. Unter freiem Himmel wird es im Maschinenpark eine für die Öffentlichkeit frei zugängliche Installation geben. Für das Festivalprogramm sind verschiedene niedrigschwellige Angebote geplant und die Website gibt es auch in Leichter Sprache. „Auf der Trichterebene ZUKUNFTSSTANDORT erschaffen wir zudem eine raumgreifende digitale Landschaft. Besonders diese Installation richtet sich an die gesamte Familie – gemeinsam können Kinder, Eltern und Großeltern hier in digitale künstlerische Welten eintauchen“, verrät Jasmin Grimm.

Mitwirkung erwünscht
Als Festival für Digitale Künste lebt NEW NOW vom Austausch der Disziplinen und Praktiken untereinander – von Informatik über Gaming, Design, Architektur, Mode und Musik bis hin zu Visueller Kunst. Das Festival setzt dabei bewusst auf Interaktion und Kollaboration, wie Jasmin Grimm betont: „Daher sprechen wir bei NEW NOW auch immer explizit im Plural von den Digitalen Künsten. Das Festival möchte sich mit seinem breiten und offenen Ansatz als multiperspektivische Plattform verstehen. Es möchte durch spielerische, spekulative und kritische Fragestellungen in den Dialog zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft treten.“

Mit seinem interdisziplinären Programm lädt das Festival zur Mitgestaltung ein. Besucherinnen und Besucher können sich aktiv einbringen, wie die Kuratorin betont: „Durch diesen offenen und partizipatorischen Ansatz wird NEW NOW zu einer Living Sculpture, einer lebendigen Skulptur. Neben den Kunstschaffenden bringen auch Teilnehmende ihren Standpunkt durch Äußerungen und Reaktionen ein, sodass ein Werk über die Zeit gemeinsam geformt wird und sich stetig weiterentwickelt.“ Dabei orientiert sich das Festival an der Grundidee der sozialen Skulptur von Joseph Beuys. Auf der Grundlage seines „Erweiterten Kunstbegriffs“ prägte Beuys das Bild der sozialen Skulptur, um damit seine Vorstellung einer gesellschaftsverändernden Kunst zu erläutern.

Festival für Digitale Künste mit:
Aka Alaska • Francis Annagu • Aquarian • Alex Augier • Cibelle Cavalli Bastos • Juliette Bibasse • Bryndís Björnsdóttir (Dísa) • Alejandra Bottinelli Wolleter • Francis Patrick Brady • Danielle Brathwaite-Shirley • Johanna Bruckner • Sougwen Chung • Andrew Copolov • Stine Deja • Anastasija Delidova • Andrea Familari • Einar Fehrholz • Lena Fiedler • Moritz Frischkorn • Robert Folger • T. Gowdy • Jorge Guevara • Ellie Hain • Orit Halpern • Nelly Ben Hayoun • Matthew Herbert • Naoto Hieda • Thomas Jenkins • Julia Kaganskiy • Rilla Khaled • Kimchi and Chips • David Koh • Ingrid LaFleur • Claudius Lazzeroni • Joanie Lemercier • Christian Mio Loclair • Gretta Louw • Maotik • Marshmallow Laser Feast • Brian McKenna • Kasia Molga • Joana Moll • Moving Target Collective • OKTA Collective • Michela Pelusio • Petluv • Heather Phillipson • Portrait XO • Savyasachi Anju Prabir • Gabriela Prochazka • Johanna Schmeer • Anika Schwarzlose • Pam Scorzin • Carlos Serrano • Shan Shan • Amber Jae Slooten • Noémie Soula • Vesela Stanoeva • Studio Above&Below • MengXuan Sun • TeZ • The Constitute • Julijonas Urbonas • Julia Vergazova & Nikolay Ulyanov • Maarten Vos.

Text: Heike Reinhold

Kunst

Eindrücke, die bleiben
Interview

Mischanlage wird zum Kunstlabor

Die Künstlerische Leiterin Jasmin Grimm über die Vision des Festivals