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Industrielles Welterbe

"Chance und Verantwortung"

Internationaler Kongress

Am 14. und 15. Oktober 2021 richtet die Stiftung Zollverein in Zusammenarbeit mit der Deutschen UNESCO-Kommission den internationalen Kongress „Industrielles Welterbe. Chance und Verantwortung“ in Essen aus.

Ziel der hybriden Veranstaltung, die aufgrund der Covid-19-Pandemie sowohl in Präsenz vor Ort als auch in digitalen Formaten im Netz stattfinden wird, ist ein internationaler Diskurs über die Zukunftsperspektiven industriellen Welterbes. Neben der Frage nach einer nachhaltigen Konservierung historischer Industriestätten und neu gedachten Nutzungskonzepten, stehen bei den Panels Themen rund um Resilienz und Nachhaltigkeit, internationale Vernetzung, Digitalisierung und touristische Vermarktung im Vordergrund.

Die Teilnahme ist sowohl vor Ort auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein als auch virtuell möglich. Mit unserem untenstehenden Online-Formular können Sie sich anmelden. Die Kurzbiografien der Rednerinnen und Redner finden Sie unter dem Anmeldeformular.

 

Industrial World Heritage. Opportunity and Responsibility
International Congress at the Zollverein UNESCO World Heritage

On 14 and 15 October 2021, the Zollverein Foundation and the German Commission for UNESCO will host the international congress “Industrial World Heritage. Opportunity and Responsibility” in Essen.

Due to the Covid-19 pandemic, this hybrid event, will take place both on-site in Essen and in the form of online formats. Its aim is to initiate an international discourse about the future prospects of industrial world heritage. Besides the question of sustainable conservation of historical industrial sites and new usage concepts, the panels will focus on issues of resilience and sustainability, international networks, digitalisation and touristic marketing.

Participation is possible both on-site at the UNESCO World Heritage Zollverein and online. See registration form below. There you also find the speakers biographies.

Anmeldung / Registration



Erster Kongresstag, 14. Oktober 2021 / 1st Day of the Congress, 14 October 2021

Panel 1

10:45 Uhr
Erhaltungsstrategien für das Industrieerbe – Exzellenzcluster
Keynote: Prof. Michael Turner
Erhaltungsstrategien für historische Stadt- und industrielle Kulturlandschaften

Die Erhaltung  industrieller Welterbestätten birgt zahlreiche Herausforderungen, vor allem hinsichtlich ihrer sich verändernden Werte. Welche das sind und welche Aspekte es darüber hinaus beim Umgang mit städtischen Transformationsprozesses und der angepassten Neunutzung bebauter Umgebung zu beachten gilt, zeigt Professor Michael Turner in seiner Keynote auf. Professor Turner ist praktizierender Architekt und Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Städtebau und Denkmalpflege an der Bezalel Akademie für Kunst und Design in Jerusalem. Er forscht zu Themen wie urbane Nachhaltigkeit, soziale Inklusion und kulturelles Erbe. In seiner Keynote am ersten Kongresstag geht Turner unter anderem der Frage nach, wie ein integrativer Ansatz in der Erhaltung industriellen Erbes auch weiterhin Innovationen für eine nachhaltige Zukunft beitragen kann. 

 

10:45h
Strategies for the Conservation of Industrial Heritage – Cluster of Excellence
Keynote: Prof Michael Turner
Strategies for the Conservation of Historical Urban and Industrial Cultural Landscapes

The conservation of World Heritage sites poses numerous challenges especially in their changing values. In his keynote speech, Professor Michael Turner demonstrates the specific issues to be overcome and the aspects to be considered in the managing of urban transformations and the adaptive reuse of the built environment. Professor Turner is a practising architect and holder of the UNESCO Chair in Urban Design and Conservation Studies at the Bezalel Academy for Art and Design in Jerusalem. His research covers topics such as urban sustainability, social inclusion and cultural heritage. In his keynote, Turner will explore questions including how can an integrative approach to the conservation of industrial heritage continue to provide innovation for a sustainable future.

Panel 1.1

11:30 Uhr
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Vortrag: Prof. Dr. Stefan Berger
Geschichte und Erinnerungskultur: Die historische Bedeutung des industriellen Erbes

Prof. Dr. Stefan Berger, Direktor des Instituts für soziale Bewegungen an der Ruhr-Universität Bochum, beleuchtet die Bedeutung industriellen Erbes für Erinnerungslandschaften im Ruhrgebiet und diversen anderen ehemaligen schwerindustriellen Ballungsregionen. Dabei ordnet er die Entstehung von Industriekultur sozialgeschichtlich ein und beschäftigt sich mit den Auswirkungen auf den jeweiligen Standort und dessen Umgebung: Welche Erzählungen werden wo durch Industriekultur befördert? Wem nutzen sie und wer bleibt außen vor? Wie einheitlich ist der Erinnerungshorizont von Industriekultur und warum gibt es an unterschiedlichen Orten Gegenerzählungen? Inwiefern inkorporiert die industriekulturelle Erinnerung Erzählungen zu Klassen, Ethnizität und Geschlecht? 

Vortrag: Dr. Christoph Rauhut
Aufbruch statt Abbruch: Das Industrieerbe als Ressource

Berliner Landeskonservator und Direktor des Landesdenkmalamtes Berlin Dr. Christoph Rauhut setzt sich mit den Möglichkeiten industriellen Erbes auseinander, Innovationsmotor und Ressource für nachhaltige Entwicklungen zu sein. Er nähert sich dem Thema aus ökologischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Perspektive und führt somit unterschiedliche  Dimensionen der Nachhaltigkeit zusammen. Das Verhältnis Klimaschutz und Denkmalschutz und Themen der Ressourcenökonomie und  spielen  dabei eine genauso große Rolle wie Fragen von Imagebildung, wirtschaftlicher Entwicklung und Identifikationsprozessen. Dabei geht er unter anderem auf die wachsenden Herausforderungen einer nachhaltigen Bestandsbewirtschaftung ein.

Talkrunde

Im Anschluss trifft Dr. Christoph Rauhut im Rahmen eines moderierten Gesprächs auf Prof. Dr. Stefan Berger, um mit ihm die verschiedenen Aspekte entstehender Industriekultur und deren Auswirkungen auf die Zukunft zu diskutieren.

 

11:30h
Past, Present and Future
Lecture: Prof Dr Stefan Berger
History and Memorial Culture: The Historical Significance of Industrial Heritage

Prof Dr Stefan Berger, Director of the Institute of Social Movements at Ruhr-Universität Bochum, looks at the significance of industrial heritage for memorial landscapes in the Ruhr region and several other former agglomerations of heavy industry. He will analyse the emergence of large industrial culture with regards to social history and look at their impact on their respective locations and their surroundings: Which narratives are promoted by industrial culture, and where? Who are the beneficiaries and who is left out? How homogeneous is the horizon of memory of industrial culture and why do counter narratives exist at different locations? To what extent do memories of industrial culture incorporate narratives of class, ethnicity and gender?

Lecture: Dr Christoph Rauhut
New Departures instead of Demolition: Industrial Heritage as a Resource

Dr Christoph Rauhut, Head of Conservation at the state of Berlin’s Department of Heritage Conservation, addresses the potential of industrial heritage to be a driver of innovation and a resource for sustainable development. He approaches the topic from an ecological, economic, social and cultural perspective, combining various  dimensions of sustainability in this way. The relationship between climate protection and monument conservation as well as issues of resource economics are just as important in this regard as image building, economic development and processes of identification. His lecture will also include topics like the increasing challenges posed by the sustainable management of existing sites. 

Panel Discussion
Following the lecture, Dr Christoph Rauhut and Prof Dr Stefan Berger will discuss various aspects of emerging industrial culture and its impact on the future. 

Panel 1.2

11:30 Uhr
Konservierung, Restaurierung, Rekonstruktion, Prävention
Vortrag: Prof. Dr. Jürgen Kretschmann und Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff
Entwicklung spezifischer Methoden für die Erhaltung des industriellen Erbes anhand von Fallbeispielen

Die Artefakte des industriellen Erbes sind bei ihrer Herstellung nicht für die Ewigkeit gemacht worden. Sie bestehen aus Materialien, die Verschleiß, Verwitterung, Korrosion, Beschädigung und anderen äußeren und inneren Einflüssen unterliegen. Wie können sie vor dem Verfall bewahrt werden? Dieser und anderen Fragen rund um die Konservierung von Industriedenkmälern gehen der Präsident der TH  Georg Agricola zu Bochum, Prof. Dr. Jürgen Kretschmann, und der Direktor des Deutschen Bergbau-Museums, Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff, in ihrem Vortrag nach. Die Aufgabe, das materielle Erbe zu sichern und es den Menschen zugänglich zu machen, stellt an die Denkmalpflege die zentralen Fragen im Hinblick auf den Umgang mit der verfallenden Originalsubstanz. Die beiden Redner zeigen in ihrem Vortrag anhand von Fallbeispielen auf, welche materialwissenschaftlichen und denkmalpflegerischen Ansätze es gibt und wo die Unterschiede zwischen Konservierung, Restaurierung und Rekonstruktion liegen.

Vortrag: Kornelius Götz
Bestandserfassung des industriellen Erbes mit einer Web App

Der Fachplaner für Restaurierung Kornelius Götz entwickelt seit 2013 das digitale Raumbuch denk.mal.digital, das der Restaurierungsdokumentation und Bestands- sowie Schadenserfassung von Objekten dient. Mithilfe der Web-Applikation lassen sich ganze Gebäudegruppen samt Inventar dokumentieren und mit dem jeweiligen Raum verknüpfen. Auf diese Weise entsteht ein digitales Abbild des Denkmals, auf das verschiedene Nutzerinnen und Nutzer von überall aus zugreifen können. Inzwischen können auch dreidimensionale Darstellungen und virtuelle Rundgänge in das digitale Raumbuch eingebunden werden. So wird denk.mal.digitalseit 2018 unter anderem für die Bestandserfassung und Restaurierungsplanung im UNESCO-Welterbe Völklinger Hütte eingesetzt.

Talkrunde
Im anschließenden moderierten Gespräch diskutieren Prof. Dr. Jürgen Kretschmann, Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff und Kornelius Götz verschiedene Methoden zur Erhaltung und Konservierung industriellen Erbes.

 

11:30h
Conservation, Restoration, Reconstruction, Prevention
Lecture: Prof Dr Jürgen Kretschmann and Prof Dr Stefan Brüggerhoff
Developing Specific Methods for the Conservation of Industrial Heritage: Case Examples 

The artefacts of industrial heritage were not built to last for all eternity. They were made from materials that are subject to wear and tear, weathering, corrosion, damage and other external and internal influences. How can they be saved from decay? These and other questions concerning the conservation of industrial monuments will be explored by Prof Dr Jürgen Kretschmann, President of TH Georg Agricola in Bochum, and Prof Dr Stefan Brüggerhoff, Director of Deutsches Bergbau Museum Bochum, in their lecture. The task of safeguarding the material heritage and making it accessible to the people poses the central questions to the preservation of historical monuments with regard to the handling of the decaying original materials. Using case examples, both speakers will demonstrate methods from the fields of materials science and monument preservation to meet these challenges, and show the differences between conservation, restoration and reconstruction. 

Lecture: Kornelius Götz
Recording of Industrial Heritage by a web app

Kornelius Götz, specialist planner for conservation, has been developing a web app since 2013. It documents conservation and the compilation of existing objects and damages. Using the web application, entire building ensemble, including their inventory, can be documented and linked with the respective room. This generates a digital image of the monument, accessible to several users from all locations. Today, even three-dimensional representations and virtual tours can be incorporated into the web app. The web app has been used for inventory assessment and conservation planning of the UNESCO World Heritage site Völklinger Hütte since 2018, among others.  

Panel Discussion
In a moderated discussion following the lectures, Prof Dr Jürgen Kretzmann, Prof Dr Stefan Brüggerhoff and Kornelius Götz will consider various methods for the maintenance and conservation of industrial heritage.

Panel 2

14:15 Uhr
Transformationsprozesse

14:15h
Transformation Processes

Panel 2.1

15:00 Uhr
Resilienz in Krisen
Vortrag: Prof. Dr. Harald Welzer
Covid-19-Pandemie

Inwiefern hat die Covid-19-Pandemie den analogen Raum verändert und was bedeutet die Zwangsdigitalisierung” für die Nutzungskonzepte der industriellen Welterbestätten? Prof. Dr. Harald Welzer, Direktor von FUTURZWEI – Stiftung Zukunftsfähigkeit, analysiert den bisherigen Umgang mit der Pandemie und zieht eine erste Zwischenbilanz: Wie gut waren die historischen Industriedenkmäler auf ein Szenario wie dieses vorbereitet? Wie schnell haben sie reagiert und sich mit der neuen Situation arrangiert? Und nicht zuletzt: Welchen immateriellen Wert haben Veranstaltungsorte an Welterbestätten gegenüber Stadthallen und anderen Eventlocations? Abschließend wagt Welzereinen Blick in die nahe Zukunft.

Vortrag: Prof. Dr. Thomas Schleper und Dr. Cornelia Bauer
Die Zukunft der Industriekultur

Im Gegensatz zu Welterbestätten müssen industrielle Denkmäler sich immer wieder neu erfinden und für ihre Daseinsberechtigung kämpfen. Umso wichtiger ist es, die historischen Industriestätten attraktiv zu gestalten und mit kulturellen Inhalten zu füllen. Prof. Dr. Thomas Schleper vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) und Dr. Cornelia Bauer vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigen Wege und Strategien auf, wie aus alten Industriestandorten zukunftsfähige „Orte der Ideen“ entstehen können. Grundsätzlich geht es um ein neues Verständnis von Industriekultur, das mit dem Verbundprojekt FUTUR 21  Industrie. Kunst. Kultur. demnächst mit 16 Industriemuseen in ganz NRW zum Tragen kommt: unterwegs zu einer neuen Charta Industriekultur.

Talkrunde

Nach ihren Vorträgen treffen Prof. Dr. Harald Welzer, Prof. Dr. Thomas Schleper und Dr. Cornelia Bauer im moderierten Gespräch aufeinander und diskutieren verschiedene Strategien, mit denen historische Industriestätten sich für die Zukunft wappnen können.

 

15:00h
Resilience in Crises
Lecture: Prof Dr Harald Welzer
The Covid-19 Pandemic

To what extent did the Covid-19 pandemic change the analogue realm and what is the impact of the “forced digitisation” on utilisation concepts for industrial world heritage sites? Prof Dr Harald Welzer,director of FUTURZWEI – Stiftung Zukunftsfähigkeit  analyses the management of the pandemic so far and gives an interim assessment: How well were historical industrial monuments prepared for a scenario like this? How quick were their reactions and how well did they adapt to the new situation? And, not least: what is the immaterial value of event locations at world heritage sites compared to civic centres and other venues? In conclusion, Welzer ventures a look into the near future. 

Lecture: Prof Dr Thomas Schleper and Dr Cornelia Bauer
The Future of Industrial Culture

In contrast with world heritage sites, industrial monuments have to continually reinvent themselves and fight for their right to exist. It is therefore all the more important to render historical industrial sites as attractive as possible and to fill them with cultural content. Prof Dr Thomas Schleper of Landschaftsverband Rheinland (LVR) and Dr Cornelia Bauer of Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LVL) will show ways and strategies for turning old industrial locations into sustainable “Venues of Ideas” for the future. Basically, the issue is a new understanding of industrial culture which will soon come into effect with the joint project “FUTUR 21 Industrie. Kunst. Kultur.” and industrial museums throughout North Rhine-Westphalia: on our way to a new charta of industrial culture. 

Panel Discussion

Following their lectures, Prof Dr Harald Welzer, Prof Dr Thomas Schleper and Dr Cornelia Bauer will join a moderated discussion and debate various strategies for historical industrial sites to get ready for the future.

Panel 2.2

15:00 Uhr
Verstädterung der Landschaft
Vortrag: Reiner Nagel
Stadterneuerung: Partner und Positionen mit Best-Practice-Beispielen aus Europa

Wie können große Industrieflächen als Stadtraum nutzbar gemacht werden und welche Chancen können Krisen für die Stadterneuerung mit sich bringen? Der Architekt und Stadtplaner Reiner Nagel ist Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur. In seinem Vortrag greift er auf europäische Best-Practice-Beispiele zurück, anhand derer sich eine gelungene Reintegration von Natur im städtischen Raum veranschaulichen lässt. Neben der ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit geht es ihm auch um soziale Aspekte, wie den Bedürfnissen der dort lebenden Menschen, die auch bei der Neugestaltung industrieller Welterbestätten eine große Rolle spielen.

Vortrag: Prof. Dr. Susanne Hauser
Industrienatur und industrielles Welterbe

Das Vorhaben der langfristigen Konservierung einer industriellen Welterbestätte steht häufig im Konflikt mit einer Renaturierung des Geländes und der damit einhergehenden Wiederbesiedlung durch Flora und Fauna. Prof. Dr. Susanne Hauser, Professorin für Kunst- und Kulturgeschichte im Studiengang Architektur an der Universität der Künste Berlin, beleuchtet in ihrem Vortrag verschiedene Anpassungsstrategien und geht der Frage nach, was überhaupt die Attraktivität eines historischen Industriestandortes ausmacht. Denn während einige Nutzerinnen und Nutzer besonders viel Wert auf eine große Biodiversität legen, stehen bei anderen Aspekte wie Arbeitsplätze oder Denkmalpflege im Vordergrund.

Talkrunde

Im moderierten Gespräch gehen Reiner Nagel und Prof. Dr. Susanne Hauser der Frage nach, inwiefern die Reintegration der Natur, soziale Aspekte und kulturelle Angebote bei der Verstädterung der Landschaft mitgedacht werden müssen. 

 

15:00h
Urbanising the Landscape
Lecture: Reiner Nagel
Urban Regeneration: Partners and Positions, featuring Best-Practice Examples from Europe

How can large industrial areas become usable as urban spaces – and could crises actually bring new opportunities for urban regeneration? The architect and urban planner Reiner Nagel is Chairman of Bundesstiftung Baukultur and he will draw on a number of best-practice examples that demonstrate a successful reintegration of nature in the urban space. Beside ecological and economic sustainability, he is also interested in social aspects like the needs of the residents, which are of great significance in the redevelopment of industrial world heritage sites.  

Lecture: Prof Dr Susanne Hauser
Industrial Nature and Industrial World Heritage

Planning the long-term conservation of an industrial world heritage site is often at odds with a renaturation of the premises and the concomitant resettlement by flora and fauna. Prof Dr Susanne Hauser, Professor of Art History and Cultural Studies at the Berlin University of the Arts, examines several strategies for adjustment and investigates what it is that makes a historical industrial location attractive. Because, while some users are chiefly concerned with comprehensive bio-diversity, others focus more on aspects like jobs or monument conservation. 

 

Panel Discussion
In a moderated discussion, Reiner Nagel and Prof Dr Susanne Hauser will look at the extent to which reintegration of nature, social aspects and cultural options must be considered in the process of urbanising the landscape. 

Zweiter Kongresstag, 15. Oktober 2021 / 2nd Day of the Congress, 15 October 2021

Panel 3

9:00 Uhr
Vernetzung und Globalisierung
Keynote: Prof. Dr. Yonca Erkan

Horizont 2020 ist das Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation. Ziel der Förderungen ist eine wissensgestützte und wettbewerbsfähige Wirtschaft auf EU-Ebene, die zu einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Prof. Dr. Yonca Erkan koordiniert an der Kadir Has Universität in Istanbul das geförderte Forschungsprojekt CONSIDER. In ihrer Keynote gibt sie Einblicke in das Vorhaben, nachhaltige Managementmodelle für industrielle Kulturstätten zu entwickeln, um zur Stärkung kollektiver Identitäten und einer nachhaltigen Entwicklung des Stadtbildes beizutragen. Dabei wirft die Inhaberin des UNESCO-Lehrstuhls für Management und Förderung von Welterbestätten einen Blick auf die Deindustrialisierungsprozesse in Europa und die daraus resultierenden sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen.

 

9:00h
Networking and Globalisation
Keynote Speech: Prof Dr Yonca Erkan

Horizon 2020 is the European Union’s Framework Programme for Research and Innovation. The aim of its funding is to create knowledge-based and competitive economy on an EU-level which will contribute to sustainable development. Prof Dr Yonca Erkan coordinates the funded research project CONSIDER at the Kadir Has University in Istanbul. In her keynote speech, she will introduce the project of developing sustainable management models for industrial sites of culture in order to strengthen collective identities and a sustainable development of the cityscape. The holder of the UNESCO Chair on the Management and Promotion of World Heritage Sites will take a look at deindustrialisation processes in Europe and the resulting social, economic and ecological challenges.

Panel 3.1

9:45 Uhr
Internationale Kooperationen
Vortrag: Dr. Andreas Görgen
Plattform für internationalen Know-how-Transfer. Ansätze und Möglichkeiten für internationale Kooperationen

Wie wichtig ist der internationale Austausch von Erfahrungen und inwiefern können Kulturstätten von einem kooperativen Wissenstransfer profitieren? Dr. Andreas Görgen, Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amtes, geht diesen Fragen aktuell beim Aufbau der „Agentur für Museumskooperationen“ nach. In Zusammenarbeit mit dem Bundestag sowie zahlreichen Museen und Kulturinstitutionen will die Agentur internationale Ausstellungskooperationen fördern und eine „gemeinsame Marke“ deutscher Museen aufbauen. In seinem Vortrag zieht Dr. Andreas Görgen Parallelen zwischen klassischen Kulturstätten und historischen Industriedenkmälern, um aufzuzeigen, inwiefern ein internationaler Dialog für diese von Bedeutung ist.

Vortrag: Prof. Dr. Christer Gustafsson
Von der Denkwerkstatt zur Marktreife: Herausforderungen und Chancen für das kulturelle Erbe als Motor für nachhaltiges Wachstum und eine durch das kulturelle Erbe gestützte, innovationsgetriebene regionale/städtische Entwicklung

Welches Vermarktungspotenzial haben industrielle Welterbestätten und mit welchen Herausforderungen werden ihre Standorte konfrontiert? Prof. Dr. Christer Gustafsson forscht am Institut für Kunstgeschichte und Konservierung an der Uppsala Universität in Schweden. Dabei konzentriert er sich auf die grenzüberschreitenden Herausforderungen und Möglichkeiten kulturellen Erbes. Zuletzt wirkte er bei dem transdisziplinären Forschungsprojekt CLIC (Circular models Leveraging Investments in Cultural heritage adaptive reuse) mit, das durch das EU-Programm Horizont 2020 gefördert wurde. In diesem Zusammenhang befasste er sich unter anderem mit dem Widerspruch, dass die Kosten für den Erhalt von kulturellem Erbe stetig steigen, während die öffentlichen Ressourcen knapper werden. Eine Herausforderung, vor der viele industrielle Welterbestätten stehen.

Talkrunde

Im moderierten Gespräch tauschen Dr. Andreas Görgen und Prof. Dr. Christer Gustafsson Ideen aus, was dem Verfall industrieller Welterbestätten aufgrund unzureichender Finanzierungsmodelle entgegensetzt werden kann.

 

9:45h
International Cooperation Projects
Lecture: Dr Andreas Görgen
Platform for international transfer of know-how. Approaches and Opportunities for International Cooperation 

How important is an international exchange of experience and to what extent can cultural sites profit from a cooperative transfer of knowledge? Dr Andreas Görgen, Head of the Directorate-General for Culture and Communication at the Federal German Foreign Office is currently investigating these questions in the construction of the “Agency for Museum Cooperation Projects”. In cooperation with the German parliament and several museums and cultural institutions, the agency intends to fund international exhibition projects and create a “common brand” of German museums. In his lecture, Dr Andreas Görgen will draw parallels between classical cultural sites and historical industrial monuments in order to show the significance of international dialogue for both. 

Lecture: Prof Dr Christer Gustafsson
From Brainstorm to Marketability: Challenges and Opportunities for Cultural Heritage as a Driver for Sustainable Growth and an Innovation-Driven, Regional/Urban Development Supported by Cultural Heritage

What is the marketing potential of industrial world heritage sites and which challenges do their locations face? Prof Dr Christer Gustafsson works at the Department of Art History and Conservation at Uppsala University in Sweden. His research focuses on transnational challenges and opportunities of cultural heritage. Most recently, he participated in the transdisciplinary research project CLIC (Circular models Leveraging Investments in Cultural heritage adaptive reuse), which was funded by the EU-programme Horizon 2020. Among other issues, he explored the contradiction that the cost of conserving cultural heritage is increasing while public resources are running low. This is a challenge faced by many industrial world heritage sites. 

Panel Discussion

In this moderated discussion, Dr Andreas Görgen and Prof Dr Christer Gustafsson will exchange ideas on how to combat the decay of industrial world heritage sites caused by inadequate financing models. 

Panel 3.2

9:45 Uhr
Digitalisierung
Vortrag: J.-Prof. Dr. Sander Münster
Quelle des Wissens: Digitalisierung und kulturelles Erbe

Was kann die Digitalisierung für den Wissenstransfer leisten und inwiefern können Computermodelle Einblicke in die Vergangenheit und Zukunft gewähren? Mit Fragen wie diesen befasst sich J.-Prof. Dr. Sander Münster im Bereich Digital Humanities (Bilder/Objekte) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Als Sekretär des Forschungsprojekts Time Machine widmet er sich der digitalen Rekonstruktion europäischer Geschichte mithilfe der Big Data der Vergangenheit. Die 4D-Modelle ermöglichen Historikern, Sozialwissenschaftlern, Kulturschaffenden, politischen Entscheidungsträgern und nicht zuletzt der Öffentlichkeit neue Einblicke in die Vergangenheit – zum Beispiel in die Zeit der Industrialisierung. Münster ist sich sicher: Time Machine ist eine Technologie, die langfristig starke positive Auswirkungen auf das europäische Identitätsgefühl und den Erhalt historischer Industriestätten haben wird.

Vortrag: Prof. Dr. Hans-Peter Noll
Zukunftsstandort Welterbe!
Digitalisierung als Beitrag zur Resilienz am Beispiel von Zollverein.

Die Zukunft des industriellen Welterbes ist stark von dessen Transformationsfähigkeit abhängig – digitale Lösungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Denn die zurückliegende Pandemie hat schonungslos Stärken und Schwächen im Management, der Vermittlung und Entwicklung des historischen Industriekomplexes offengelegt. Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein, wirft u.a. einen Blick auf die verschiedenen Digitalisierungsprozesse des UNESCO-Welterbes, die einen Beitrag dazu leisten sollen, zukünftig neuen Herausforderungen begegnen zu können. Digitale Angebote wie Online-Veranstaltungen und virtuelle Führungen erfreuen sich bei der Bevölkerung mittlerweile großer Beliebtheit und bleiben auch zukünftig ein fester Angebotsbestandteil. Zudem sorgt eine App für eine bessere Orientierung auf dem 100 Hektar großen Gelände. Sie kennt nicht nur den Weg zu Museen, Veranstaltungshallen und anderen Sehenswürdigkeiten, sondern informiert auch über die heutige wie historische Nutzung der einzelnen Gebäude und ermöglicht GPS-geführte Rundgänge. Aus Entwicklungssicht hat nicht zuletzt aber auch die breite Vielfalt in der Mieterstruktur der neu genutzten historischen Gebäude einen wichtigen Beitrag zur Widerstandsfähigkeit geleistet – während Gastronomie und die Veranstaltungsbranche am Boden lagen, konnte der Digital Campus Zollverein e. V., eine Initiative, die sich aus regionalen Versorgern, Dienstleistern, Unternehmen und Forschungsinstituten zusammensetzt, ein starkes Wachstum verzeichnen und stetig neue Mitglieder gewinnen.

Talkrunde

Im Anschluss tauschen Prof. Dr. Sander Münster und Prof. Dr. Hans-Peter Noll sich im moderierten Talk zu den Chancen der Digitalisierung von industriellem Erbe aus.

 

9:45h
Digitisation
Lecture: Jun Prof Dr Sander Münster
A Source of Knowledge: Digitisation and Cultural Heritage

How can digitisation promote the transfer of knowledge and to what extent can computer models give us insight into the past and the future? These are among the questions that Jun Prof Dr Sander Münster explores at the Institute of Digital Humanities (Focus on Image and Object-Data), Friedrich-Schiller-Universität Jena. As Secretary of the research project Time Machine, he focuses on digital reconstruction of European history using the Big Data of the past. These 4D-models allow historians, social scientists, artists and other cultural experts, political decision-makers and, not least, the public new insight into the past – into the age of industrialisation, for example. Münster is certain: Time Machine is a technology which will have strong positive effects on the European sense of identity and the conservation of historical industrial sites in the long-term. 

Lecture: Prof Dr Hans-Peter Noll
World Heritage as a Venue for the Future!
Zollverein: An Example of Digitisation as a Contribution to Resilience

The future of industrial heritage strongly relies on its ability to transform, and digital solutions play a vital role in this process. The recent pandemic, after all, unsparingly revealed the strengths and weaknesses in the current management of the communication and development of the historical industrial complex.  Prof Dr Hans-Peter Noll, Chairman of the Board of the Zollverein Foundation, takes a look at the range of digitisation processes at the UNESCO World Heritage site, which are intended to make a contribution to the site’s ability to respond to new challenges in the future.  Digital options like online events and virtual guided tours have become increasingly popular and will remain an integral part of the site’s services. In addition, an app provides better orientation on the 100-hectare site. This app not only knows the way to museums, event halls and other attractions, it also provides information about the current as well as historical use of the individual buildings and enables GPS-guided tours. From the point of view of the site’s development, the broad variety of the tenant structure of the repurposed historical buildings also made an important contribution to its resilience. While the catering and event sectors were devastated, the Digital Campus Zollverein e.V., an initiative consisting of regional providers of utilities and services, business and research institutes, saw a strong growth and a steady increase in its membership. 

Panel Discussion

Following the lectures, Prof Dr Sander Münster and Prof Dr Hans-Peter Noll will discuss the opportunities provided by the digitisation of industrial heritage.  

Panel 4

11:00 Uhr
Heimat und Destination

Kulturjournalist Michael Köhler diskutiert mit seinen Gästen die Frage: Wie identitätsstiftend ist industrielles Erbe und inwieweit prägt es unser Leben und Denken? Historische Aspekte werden dabei genauso berücksichtigt wie die Frage nach zeitgemäßen Nutzungskonzepten. Anhand von Best-Practice-Beispielen soll aufgezeigt werden, wie historische Industriestätten in das Stadtbild integriert und in die Zukunft geführt werden können.

Auf dem Podium zu Gast:

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, NRW
Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission
Dr. Carsten Brosda, Senator der Behörde für Kultur und Medien, Hamburg
Prof. Dr. Barbara Buchenau, Prorektorin der Universität Duisburg-Essen

 

11:00h
Home and Destination

How much does industrial heritage contribute to our identity and to what extent does it shape our lives and our thinking? These are among the questions discussed by culture journalist Michael Köhler and his guests. Both historical aspects and the question of up-to-date utilisation concepts will be considered. Citing best-practice examples, the panellists will show how historical industrial sites can be integrated into the cityscape and guided into the future. 

The panellists are: 

Ina Scharrenbach, Minister for Regional Identity, Communities and Local Government, Building and Gender Equality, NRW
Prof Dr Maria Böhmer, President of the German UNESCO Commission
Dr Carsten Brosda, Senator of the Department of Culture and the Media, Hamburg
Prof Dr Barbara Buchenau, Prorector of  the University of Duisburg-Essen

Panel 4.1

12:15 Uhr
Gemeinschaftliches Engagement
Moderierter Dialog und einleitende Impulse: 

Prof. Dr. Christa Reicher
Transformation als gesellschaftlicher Prozess: Der partizipative Ansatz der IBA Emscher Park

Prof. Heinrich Theodor Grütter
Soziale Orte – Soziale Werte: Vom Austausch mit und der Beteiligung von Menschen vor Ort bei der Erarbeitung neuer Nutzungskonzepte

Stadtplanerin Prof. Dr. Christa Reicher, Inhaberin des Lehrstuhls für Städtebau und Entwerfen an der RWTH Aachen, wirft einen Blick auf die internationale Bauausstellung Emscher Park, die von 1989 bis 1999 durchgeführt wurde und das Gesicht des nördlichen Ruhrgebiets – unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft – nachhaltig zum Positiven verändert hat. Inwiefern die Bevölkerung bei der Erarbeitung von Nutzungskonzepten für das UNESCO-Welterbe Zollverein eingebunden wird, erläutert der Direktor des Ruhr Museums Prof. Heinrich Theodor Grütter. Im Anschluss spricht das Vorstandsmitglied der Stiftung Zollverein mit Prof. Dr. Christa Reicher über die Bedeutung gesellschaftlicher Teilhabe für industrielle Welterbestätten, beispielsweise durch Nachbarschafts- und Schulprojekte.

 

12:15h
Community Engagement
Moderated Dialogue and Introductory Speeches:

Prof Dr Christa Reicher
Transformation as a Social Process: The Participatory Approach of the IBA Emscher Park

Prof Heinrich Theodor Grütter
Social Places – Social Values: Communication with and Involvement of Local Residents in the Development of New Utilisation Concepts 

Prof Dr Christa Reicher, urban planner and holder of the Chair of Urban Design and Institute for Urban Design and European Urbanism at RWTH Aachen, looks at the International Building Exhibition Emscher Park, which took place between 1989 and 1999 and – with the involvement of the local civil society – managed to create a sustained improvement to the face of the northern Ruhr-region. Prof Heinrich Grütter, director of the Ruhr Museum, will explain how the local population is consulted in the development of utilisation concepts for the UNESCO World Heritage site Zollverein. Following this, the Member of the Board of the Zollverein Foundation and Prof Dr Christa Reicher will discuss the significance of social participation (e.g. neighbourhood and school projects) for industrial world heritage sites.  

Panel 4.2

12:15 Uhr
Tourismus
Moderierter Dialog und einleitende Impulse: 

Peter DeBrine
Industrielles Welterbe und nachhaltiger Tourismus

Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig
Ankerpunkte des europäischen Industrialisierungsprozesses: Die Europäische Route der Industriekultur

Das Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt verpflichtet die Vertragsstaaten zur Erfassung und Erhaltung des Bestandes, um die Weitergabe an künftige Generationen sicherzustellen. Das mit der Ernennung zum Welterbe steigende Tourismusaufkommen ist lediglich ein Nebeneffekt. Peter DeBrine, Senior Projektleiter des UNESCO-Programms für nachhaltigen Tourismus, weiß um die Gefahren, die Overtourism mit sich bringen kann. Doch er kennt auch die Chancen, die nachhaltiger Tourismus für eine Region bereithält. Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig, Präsident der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH), richtet seinen Blick vor allem auf die Verbindung von gestern, heute und morgen. Die  identitätsstiftende und Europa verbindende Industriekultur lässt nicht nur Technik-, Sozial- und Migrationsgeschichte erebbar werden   sie gestaltet auch als Kulturplattform des 21. Jahrhunderts die Zukunft, indem sie  (Denk- und Erlebnis-)Räume für einen nach vorne gerichteten Wandel in Kultur, Arbeit und Gesellschaft schafft.  ERIH ist mit über 2.000 Industriekultureinrichtungen in allen europäischen Staaten das größte touristisch ausgerichtete Kulturnetzwerk Europas.

Talkrunde
Im Anschluss diskutieren Peter DeBrine und Prof. Dr.  Meinrad Maria Grewenig die Frage, wie industrielles Welterbe der breiten Öffentlichkeit nahegebracht werden kann und wie die Standorte den Tourismus als Motor nutzen können.

 

12:15h
Tourism
Moderated Dialogue and Introductory Speeches:

Peter DeBrine
Industrial World Heritage and Sustainable Tourism

Prof Dr Meinrad Maria Grewenig
Anchor Points of the European Process of Industrialisation: The European Route of Industrial Culture

The Convention Concerning the Protection of the World Cultural and Natural Heritage obliges its contract states to assess and conserve existing sites in order to make sure that they can be passed on to future generations. Increased tourism that often follows the declaration of a site as World Heritage is merely a side effect. Peter DeBrine, Senior Project Manager of UNESCO’s Sustainable Tourism Programme is aware of the dangers of over-tourism. But he also knows the opportunities that sustainable tourism can provide to a region.  Prof Dr Meinrad Maria Grewenig, President of the European Route of Industrial Heritage (ERIH), focuses primarily on the connection between yesterday, today and tomorrow. Industrial heritage, which creates identity and unites Europe, not only brings technological, social and migration history to life – it also shapes the future as a cultural platform for the 21st century by creating spaces (for thinking and experiencing) for forward-looking change in culture, work and society.  With over 2,000 industrial heritage institutions, ERIH is the largest tourism-oriented cultural network in Europe.

Panel Discussion

Following their impulse speeches, Peter DeBrine and Prof Dr Meinhard Maria Grewenig will discuss how the broader public can be given a better understanding of industrial world heritage and how the sites’ locations can use tourism as a driver. 

Fazit / Conclusion

14:30 Uhr
Blick in die Zukunft – Zusammenfassung des Kongresses
Talkrunde: Moderiert von Jyoti Hosagrahar

Im Abschlussgespräch empfängt die stellvertretende Direktorin des Welterbezentrums der UNESCO, Jyoti Hosagrahar, die Site Managerinnen und Site Manager der internationalen „Industrial Twens“ auf dem Podium, denen gemeinsam ist, dass sie vor 20 Jahren zu Welterbestätten ernannt worden sind. Gemeinsam blicken sie noch einmal zurück, um sich über die Entwicklung, Hürden und Errungenschaften der einzelnen Standorte auszutauschen, bevor sie abschließend noch einen Blick in Zukunft industriellen Welterbes wagen. 

 

14:30h
A Look into the Future – Summary of the Congress
Panel Discussion: Moderated by Jyoti Hosagrahar

For the concluding discussion, Jyoti Hosagrahar, Deputy Director of the UNESCO World Heritage Centre, welcomes the Site Managers of the international “Industrial Twens” to the panel. Their sites were all declared world heritage sites twenty years ago. Together, they take a look back and exchange experiences of development, obstacles and achievement from their individual sites, before venturing a glance into the future of industrial world heritage together. 

Kurzbiographien der Rednerinnen und Redner / Speakers biographie

Dr. Cornelia Bauer

Dr. Cornelia Bauer studierte Geologie und Paläontologie in Münster und wurde im Bereich der experimentellen Petrologie und Lagerstättenkunde promoviert. Anschließend wechselte sie in den musealen Bereich und war über viele Jahre in leitender Funktion in verschiedenen Museen beschäftigt. Zu ihren beruflichen Stationen gehören das österreichische Landesmuseum Kärnten in Klagenfurt, das Museum für Naturkunde in Dortmund und das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum. Seit 2017 ist sie als Referatsleiterin in der LWL-Kulturabteilung in Münster tätig und betreut in dieser Funktion Museen und Kulturdienststellen in ganz Westfalen-Lippe. 

Dr. Cornelia Bauer studied geology and paleontology in Münster and received her doctorate in the field of experimental petrology and deposit science. Afterwards she moved into the museum field, where she was employed in leading positions of various museums for many years. Her professional stations include the Austrian Landesmuseum Kärnten in Klagenfurt, the Museum für Naturkunde in Dortmund and the Deutsches Bergbau-Museum in Bochum. Since 2017, she has been Head of the LWL Cultural Department in Münster, where she looks after museums and cultural services throughout Westphalia-Lippe.

Prof. Dr. Maria Böhmer

 Prof. Dr. Maria Böhmer ist seit dem 8. Juni 2018 Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission. Zuvor war sie Staatsministerin im Auswärtigen Amt und Sonderbeauftragte für UNESCO-Welterbe, Kulturkonventionen sowie Bildungs- und Wissenschaftsprogramme. Ihre Zuständigkeit reichte von der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik über die Politik in den Vereinten Nationen bis hin zur Außenwirtschaftspolitik und Fragen der nachhaltigen Entwicklung. Sie hat u. a. die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 bei den Vereinten Nationen in New York verhandelt. Maria Böhmer studierte Mathematik, Physik, Pädagogik und Politikwissenschaften (Staatsexamen) und wurde im Fach Pädagogik promoviert. Nach Forschungsaufenthalten in Cambridge und Augsburg habilitierte sie sich 1982 in Erziehungswissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Seit 2001 ist sie Professorin für Pädagogik in Heidelberg.

Prof. Dr. Maria Böhmer has been President of the German Commission for UNESCO since 8 June 2018. Previously she was Minister of State at the Federal Foreign Office and Special Representative for UNESCO World Heritage, cultural conventions as well as education and science programmes. Her responsibilities ranged from foreign cultural and educational policy via politics in the United Nations to foreign trade policy and questions of sustainable development. Among others, she negotiated the sustainability goals of the 2030 Agenda at the United Nations in New York. Maria Böhmer studied mathematics, physics, education and political science (state examination) and received her doctorate in education. After research stays in Cambridge and Augsburg, she completed her habilitation in educational science at the Johannes Gutenberg University Mainz in 1982. Since 2001, she has been Professor of Education in Heidelberg.

Barbara Buchenau

Barbara Buchenau ist Prorektorin für Gesellschaftliche Verantwortung, Diversität und Internationales an der Universität Duisburg-Essen, wo sie auch eine Professur für Nordamerikanische Kulturwissenschaften innehat. Fragestellungen des industriellen Welterbes prägen nicht nur ihre Arbeit im Rektorat einer der jüngsten und größten deutschen Universitäten. Sie beeinflussen auch ihre Lehre und Forschung in der AURORA European Universities Alliance – einem Netzwerk von neun europäischen Universitäten, das sich dem sozialen Unterschied verschrieben hat und versucht, akademische Exzellenz mit nachhaltigem Engagement zu verbinden. Ferner ist Barbara Buchenau die Sprecherin der Forschungsgruppe „Scripts for Postindustrial Urban Futures: American Models, Transatlantic Interventions“ und Mitglied der DFG-Forschungsgruppe 2600 „Ambiguität und Unterscheidung: Historisch-kulturelle Dynamiken“.

Barbara Buchenau currently serves a term as Vice-Rector of Social Responsibility, Diversity and International Affairs for the University of Duisburg-Essen, where she also holds a Full Professorship of North American Cultural Studies. Concerns for Industrial World Heritage do not only shape her work on the board of one of the youngest and biggest German universities. It deeply affects her teaching and research with the AURORA European Universities Alliance – a network of nine European universities that is dedicated to difference, seeking to match academic excellence with social engagement and impact. Barbara Buchenau is the spokesperson of the research group “Scripts for Postindustrial Urban Futures: American Models, Transatlantic Interventions” and a member of the research group 2600 “Ambiguity and Difference: Historical and Cultural Dynamics”. 

Peter DeBrine

Peter DeBrine ist Berater für Reiseziele und Experte für nachhaltigen Tourismus. In den letzten zehn Jahren koordinierte er das UNESCO-Programm für Welterbe und nachhaltigen Tourismus. Als Senior Projektleiter war er dabei für die Umsetzung globaler Tourismusprojekte und Partnerschaften mit dem Privatsektor verantwortlich. Zuvor war er Direktor der „World Heritage Alliance“ bei der „United Nations Foundation“ – einer globalen Gemeinschaft von Reisenden, Mitgliedern der Reisebranche, Regierungsgruppen, Nichtregierungsorganisationen und den Vereinten Nationen, die sich gemeinsam für die Erhaltung und den Schutz von Welterbestätten einsetzen und dabei lokale Gemeinschaften unterstützen. Peter DeBrine war außerdem stellvertretender Direktor des Programms „International Tourism Partnership“ für das „Prince of Wales International Business Leaders Forum“, für das er mit großen Hotelunternehmen zusammenarbeitete, um praktikable Nachhaltigkeitsstrategien und -instrumente für die Tourismusbranche zu entwickeln. Er besitzt einen MBA der Thunderbird School of Global Management und einen Bachelor-Abschluss in Chemie von der University of Colorado.

Peter DeBrine is a destination advisor and sustainable tourism expert. For the past ten years he coordinated the UNESCO World Heritage and Sustainable Tourism Programme. As a Senior Project Officer, he spearheaded the implementation of the global tourism projects and private sector partnerships for UNESCO. Previously he was the Director of the World Heritage Alliance at the United Nations Foundation—a global community of travelers, members of the travel industry, government groups, non-governmental organisations, and the United Nations working together to preserve and protect World Heritage sites while supporting local communities. Furthermore Mr. DeBrine held the position of Deputy Director of the International Tourism Partnership for the Prince of Wales International Business Leaders Forum, where he worked with major hotel companies to create practical sustainability strategies and tools for the tourism industry. He holds an MBA from the Thunderbird School of Global Management and a Bachelor’s degree in Chemistry from the University of Colorado.

Kornelius Götz

Kornelius Götz ist ein freiberuflicher Fachplaner für Restaurierung, dessen Arbeitsschwerpunkt auf der Konservierung von Industriedenkmälern liegt. Er hat Geschichte, Politik und Recht an der Fernuniversität Hagen studiert und war von 1984 bis 1995 als Restaurator für Technisches Kulturgut am Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim tätig. Anschließend gründete er das Büro für Restaurierungsberatung Götz | Lindlar, mit dem er sich bis heute Bestands- und Schadensuntersuchungen, dem Entwurf von Restaurierungskonzepten und der Dokumentation von Baudenkmälern mithilfe digitaler Raumbücher widmet. Von 2001 bis 2007 war Kornelius Götz Präsident des Verbandes der Restauratoren (VDR). Seit 2006 ist er Obmann des Normenausschusses „Erhaltung des kulturellen Erbes“ beim DIN Berlin. 

Kornelius Götz is a freelance specialist planner for conservation who focuses on industrial monuments. He studied history, politics and law at the Fernuniversität Hagen and worked as a restorer for technical cultural property at the Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim from 1984 to 1995. Afterwards, he established the office for restoration consulting Götz | Lindlar. His work centres on damage investigations and inventory, the design of restoration concepts and the documentation of architectural monuments with the aid of digital room books. From 2001 to 2007, Kornelius Götz was President of the Association of Conservators (VDR). Since 2006 he has been the Chairman of the Standards Committee „Conservation of Cultural Heritage“ at DIN Berlin.

Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig

Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig ist der Präsident der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH) und Vorsitzender des Beirates der Stiftung Sayner Hütte. Er lehrt Kulturmanagement an der Universität des Saarlandes und der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Außerdem ist er seit 2019 freiberuflich als Konzeptentwickler für Kultur und Ausstellungen sowie als wissenschaftlicher Autor tätig. Von 1999 bis 2019 war Meinrad Maria Grewenig Gründungsgeneraldirektor und Leiter der Geschäftsführung des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Parallel dazu war er von 2011 bis 2013 geschäftsführender Vorstand der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz. Von 1992 bis 1999 arbeitete er als Direktor des Historischen Museums Speyer und Vorstand der Museumsstiftung. Er hat mit seinen Teams mehr als 250 Ausstellungen konzipiert und realisiert – einschließlich fünf UrbanArt Biennalen®. Sein Schriftenverzeichnis umfasst mehr als 350 Publikationen, davon über 100 verfasste bzw. herausgegebene Bücher. 

Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig is President of the European Route of Industrial Heritage (ERIH) and Chairman of the Consultative Board of the Sayner Hütte Foundation. He teaches cultural management at Saarland University and the Saarland University of Applied Sciences (HTW). Since 2019, he has been working as a freelance concept developer for culture and exhibitions as well as an academic author. From 1999 to 2019, Meinrad Maria Grewenig was the Founding General Director and CEO of the World Cultural Heritage Site Völklinger Hütte. At the same time, he served as CEO of the Saarland Cultural Heritage Foundation from 2011 to 2013. From 1992 to 1999, he worked as director of the Historical Museum of the Palatinate Speyer and board executive of the Museum Foundation. Together with his teams he conceived and realised more than 250 exhibitions – including five UrbanArt Biennials®. His list of publications includes more than 350 publications, with more than 100 books he has written or edited.

Prof. Heinrich Theodor Grütter

Prof. Heinrich Theodor Grütter ist Direktor des Ruhr Museums in Essen und Mitglied des Vorstandes der Stiftung Zollverein. Unter seine Verantwortung fallen international renommierte Ausstellungen über das Ruhrgebiet, z. B. „200 Jahre Krupp – Ein Mythos wird besichtigt“, „1914 – Mitten in Europa“ oder „Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“. Zudem ist Theo Grütter Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität Bochum und an der Universität Duisburg-Essen. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Themenbereiche Theorie und Didaktik der Geschichte, Museologie, historische Repräsentation sowie Geschichts- und Erinnerungskultur. 2013 wurde er von der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Duisburg-Essen zum Honorarprofessor ernannt. Seit dem 1. Oktober 2017 ist er im Vorstand der Stiftung Zollverein.

Prof. Heinrich Theodor Grütter is Director of the Ruhr Museum in Essen and a member of the board of the Zollverein Foundation. He has been responsible for  internationally renowned exhibitions about the Ruhr region, e.g. „200 Years of Krupp – A Survey of the Myth“, „1914 – In the Middle of Europe“ or „The Age of Coal. A European History“. Theo Grütter is also a lecturer at the Ruhr University in Bochum and the University of Duisburg-Essen. His research interests include the theory and didactics of history, museology, historical representation and the culture of history and remembrance. In 2013, he was appointed Honorary Professor by the Faculty of Humanities at the University of Duisburg-Essen. He has been on the board of the Zollverein Foundation since 1 October, 2017.

Christer Gustafsson, Ph.D.

Christer Gustafsson, Ph.D., ist ordentlicher Professor für Konservierung an der Universität Uppsala in Schweden. Seine transdisziplinäre Forschung konzentriert sich auf grenzüberschreitende Herausforderungen und Chancen für das kulturelle Erbe. Letzteres betrachtet er als Motor für eine soziale, nachhaltige und innovative Entwicklung, von der vor allem die Standorte der historischen Stätten profitieren können. Christer Gustafsson verfügt über langjährige internationale Erfahrungen, z. B. in Verbindung mit der EU, UNESCO, ICOMOS, OECD, EIT sowie mit nationalen, regionalen und lokalen Behörden. Aktuell arbeitet er im Rahmen des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020 an dem Projekt CLIC – Circular models Leveraging in Cultural heritage adaptive reuse. 

Christer Gustafsson, Ph.D. is full Professor in Conservation at Uppsala University in Sweden. His trans-disciplinary research focuses on boundary-spanning challenges and opportunities for cultural heritage. He sees the latter as a driver for social, sustainable and innovative development, from which the locations of the heritage sites can benefit. He has long-standing international experience e.g. in connection with EU, UNESCO, ICOMOS, OECD, EIT, as well as national, regional and local authorities. At the moment, he is involved in the EU Horizon 2020 project CLIC – Circular models Leveraging Investments in Cultural heritage adaptive reuse.

Prof. Dr. Jürgen Kretschmann

Prof. Dr. Jürgen Kretschmann ist Präsident der TH Georg Agricola zu Bochum und Geschäftsführer der DMT-LB mbH. Seit 2005 ist er externer Professor an der RWTH Aachen. Von 1990 bis 2001 war er in verschiedenen Führungspositionen im deutschen Steinkohlebergbau (RAG-Konzern) tätig und von 2001 bis 2006 Mitglied der Geschäftsführung der RAG BILDUNG GmbH. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bergbau-Management, nachhaltige Entwicklung, Strategie- und Risikomanagement, Organisationsentwicklung und Bergbaufolgelandschaft. Von 2018 bis 2019 war er Präsident der Societät der Bergbaukunde und wurde mit dem Günter-Fettweis-Preis für seine herausragenden Leistungen in Forschung und Lehre ausgezeichnet. Seit 2017 ist er Mitglied der „Section Mining-Metallurgy of the International Academy of Ecology, Man and Nature Protection Science” in Russland sowie Ehrenmitglied der „National Academy of Mining Science” in Kasachstan und Mitglied der „Euroasian Academy of Mining Science”. Auf nationaler Ebene ist er im Deutschen Verband Technisch-Wissenschaftlicher Vereine e. V. (DVT) als Vorstandsmitglied aktiv. Im Jahr 2012 wurde sein Artikel für den „Best Paper Award“ der US-amerikanischen „Society of Mining, Metallurgy and Exploration“ ausgewählt. 

Prof Dr Jürgen Kretschmann is President of the TH Georg Agricola University and CEO of DMT-LB mbH. Since 2005 he has been an External Professor at the RWTH Aachen University. From 1990 to 2001, he held different management positions in the German hard-coal mining industry (RAG Group) and was a Member of the Managing Board of “RAG BILDUNG GmbH“ from 2001 to 2006. His research focus lies on Mining Management, Sustainable Development, Strategic and Risk Management, Organisational Development and Post-Mining. He was President of the Society of Mining Professors from 2018 to 2019 and was honoured with the “Günter Fettweis Award” for his outstanding research and teaching achievements. Since 2017, he is  a Member of the Section Mining-Metallurgy of the International Academy of Ecology, Man and Nature Protection Science in Russia, Honorary Member of the National Academy of Mining Science in Kazakhstan and Member of the Euroasian Academy of Mining Science. On a national level, he is active in the “Deutscher Verband Technisch-Wissenschaftlicher Vereine e. V.” (DVT) as Member of the Board. In 2012, his article was selected for the “Best Paper Award” of the US Society of Mining, Metallurgy and Exploration

Prof. Dr. Hans-Peter Noll

Prof. Dr. Hans-Peter Noll ist seit 2017 Mitglied des Vorstandes und seit 2018 Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein in Essen (UNESCO-Welterbe Zollverein). Davor war Noll 25 Jahre Geschäftsführer der RAG Montan Immobilien, die seit den 1980er Jahren ehemalige Bergbauflächen entwickelt. Seit 1989 ist er Lehrbeauftragter am Geografischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Er ist unter anderem Vorsitzender des Kuratoriums der BMR Business Metropole Ruhr und Vorsitzender des Vorstandes des Digital Campus. Seit September 2020 ist er Abgeordneter der CDU in der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und stellvertretender Vorsitzender des Ruhrparlaments. Er hat sich in unterschiedlichen Tätigkeiten, Gremien und Veröffentlichungen intensiv mit dem Strukturwandel des Ruhrgebietes und der Transformation von Bergbau- und Industriestandorten befasst. 

Prof. Dr. Hans-Peter Noll has been a Member of the Board of Directors since 2017 and Chairman of the Board of the Zollverein Foundation in Essen since 2018 (UNESCO World Heritage Site Zollverein). Previously, he spent 25 years as Managing Director of RAG Montan Immobilien, which has been developing former mining sites since the 1980s. Hans-Peter Noll has also been a lecturer at the Institute of Geography at the Ruhr-University in Bochum since 1989. Furthermore he is the Chairman of the Board of Trustees of BMR Business Metropole Ruhr and the Chairman of the Board of the Digital Campus. Since September 2020, he has been a member of the CDU in the association assembly of the Ruhr Regional Association(RVR) and Deputy Chairman of the Ruhr Parliament. In various activities, committees and publications, he has addressed the structural change of the Ruhr region and the transformation of mining and industrial sites in great depth. 

Dr. Christoph Rauhut

Dr. Christoph Rauhut ist seit Oktober 2018 Landeskonservator und Direktor des Landesdenkmalamtes Berlin. Zuvor war Christoph Rauhut Referent in der Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK) bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Hier war er unter anderem für die Begleitung und Koordinierung des Europäischen Kulturerbejahres 2018 und die fachpolitische Beratung mit zuständig. Christoph Rauhut hat Architektur an der RWTH-Aachen und der ETH-Zürich studiert und in Zürich am Institut für Denkmalpflege und Bauforschung promoviert. Er ist Mitglied in diversen internationalen und nationalen Fachvereinigungen und u. a. im Vorstand der Gesellschaft für Bautechnikgeschichte. 

Dr. Christoph Rauhut has been Head of Conservation and Director of the National Monument Department of Berlin since October 2018. Previously, Christoph Rauhut was a consultant in the office of the German National Committee for Monument Preservation (DNK) where he worked for the Federal Government Commissioner for Culture and the Media (BKM). Among other things, he was responsible for the monitoring and coordination of the European Year of Cultural Heritage 2018 and for providing expert policy advice. Christoph Rauhut studied architecture at RWTH Aachen and ETH  Zurich. He received his doctorate in Zurich at the Institute for Monument Preservation and Building Research. He is a member of various international and national professional associations and part of the board of the Gesellschaft für Bautechnikgeschichte.

Prof. Dr. Thomas Schleper

Prof. Dr. Thomas Schleper ist Fachbereichsleiter im Dezernat Kultur und Landschaftliche Kulturpflege des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) und Dozent an der Bergischen Universität Wuppertal. Thomas Schleper studierte Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte und Germanistik in Düsseldorf, Marburg und Osnabrück. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen die Themenbereiche Industriekultur, Kunst und Design der Moderne, Fotogeschichte, Museologie sowie die Konzeption und das Kuratieren von Ausstellungs- und Verbundprojekten.

Prof Dr Thomas Schleper is Head of the Department of Culture and Landscape Preservation of the Rhineland Regional Council (LVR) and lecturer at the University of Wuppertal (BUW). Thomas Schleper studied philosophy, history, art history and German studies in Düsseldorf, Marburg and Osnabrück. His work focuses on industrial culture, modern art and design, history of photography, museology, and the conception and curation of exhibitions and collaborative projects.

Prof. Michael Turner

Prof. Michael Turner ist praktizierender Architekt und Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Städtebau und Denkmalpflege an der Bezalel Akademie für Kunst und Design in Jerusalem. Seine Forschungsarbeit umfasst die Bereiche soziale Inklusion, urbane Nachhaltigkeit, kulturelles Erbe und Design. Er ist Sonderbeauftragter der UNESCO, leistet internationale Unterstützung bei der Umsetzung der  „Empfehlung zur historischen Stadtlandschaft“ und begleitet die Initiative „Modern Heritage of Africa“. Er ist im UN-Habitat „University Network“ aktiv, setzt sich für das „UNDRR Resilient Cities Programme“ ein und ist einer der Gründer des globalen „OurWorldHeritage“-Netzwerks.

Prof Michael Turner is a practising architect, UNESCO Chairholder in Urban Design and Conservation Studies at the Bezalel Academy of Arts and Design, Jerusalem, with research encompassing social inclusion, urban sustainability, heritage, and design. He is Special Envoy at UNESCO, providing international assistance, applying the “Historic Urban Landscape Recommendation”, and accompanying the “Modern Heritage of Africa” initiative. He is active in the UN Habitat “University network”, is an advocate of the “UNDRR Resilient Cities Programme”, and is one of the founders of the global “ourworldheritage” network.

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Stiftung Zollverein