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Über Zollverein
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Woher die Zeche Zollverein ihren Namen hat

Ein kleiner Exkurs in die Geschichte der Namensgebung

Von Mutungen, Vornamen und Zecheninhabern

Ein Blick vom Ehrenhof auf das Doppelbock-Fördergerüst und er ist nicht zu übersehen: der Schriftzug Zollverein auf der Schachthalle. Aber woher stammt der Name Zollverein? Und welchen Bezug hat er zu einer Zeche?

Die Suche nach einer Antwort führt ins 19. Jahrhundert zurück. Im Jahre 1834 gründeten dreizehn Staaten den Deutschen Zoll- und Handelsverein, mit dem erstmals eine Art Binnenmarkt geschaffen wurde. Im Rahmen dieses Zusammenschlusses haben die teilnehmenden Parteien unter anderem auf die Erhebung von Zöllen verzichtet.

Eine Entwicklung, die Franz Haniel ideal zu nutzen wusste, da er seine Produkte wie etwa Kohle und Koks so auch überregional vermarkten konnte. Der Unternehmer und Industriepionier, der 1847 im Essener Norden den ersten Schacht abteufen ließ, hat dem Deutschen Zollverein mit der Namenswahl für seine Zeche ein Zeichen der Wertschätzung entgegengebracht. Eine bemerkenswerte Parallele, die zur Namensfindung beigetragen hat: Der Deutsche Zollverein bestand aus dreizehn teilnehmenden Staaten – die Zeche aus dreizehn Mutungen, von denen eine Zollverein hieß.

Wer die Wahl hat, hat die Qual
Grundsätzlich waren Zecheninhaber in der Namensgebung ihres Bergwerks frei. Der eigene Vorname, der Vorname der Frau, der Heimatort, das Heimatland, eroberte Provinzen oder auch die Namen von Heiligen konnten als Inspiration dienen. Auch eine Doppelung von Zechennamen war nicht ausgeschlossen. In Essen-Altenessen sowie in Essen-Holthausen gab es beispielsweise zweimal die Zeche „Heinrich“ – und auch die Zeche Zollverein hatte zeitweise einen Namenszwillling: So hieß Zollverein im Oktober 1851 in Anlehnung an eine andere der dreizehn Mutungen für elf Tage Zeche Germania. Da sich in Dortmund aber bereits ein Bergwerk befand, das ebenfalls unter „Germania“ bekannt war, taufte man die Zeche wieder in Zollverein um.

Was sind Mutungen?
Bevor an einem Standort Bergbau betrieben werden durfte, brauchte es zunächst zwei Genehmigungen. Die erste war der sogenannte Schürfschein. Dieser berechtigte den am Bergbau-Interessierten, nach Bodenschätzen zu suchen. Waren diese nachweisbar vorhanden, benötigte der künftige Bergwerksbetreiber eine weitere Genehmigung: die sogenannte Mutung. Eine Mutung einzulegen, bedeutete, dass ein Antrag bei den Bergbehörden gestellte werden musste, um auf einem bestimmten Gebiet Bergbau betreiben zu dürfen. Die Bewilligung dieses Antrags war an bestimmte Bedingungen geknüpft. Zum einen durfte kein anderer Ansprüche geltend gemacht haben und zum anderen musste das Vorhandensein von bergmännisch abbaubaren Bodenschätzen belegt werden. Auf dem Gelände der späteren Zeche Zollverein hatte der Gründer Franz Haniel dreizehn Mutungen einlegen lassen, die zusammengenommen ein Grubenfeld von knapp 14 km² umfassen.

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