Claudius Dorner beendete 2020 sein Fotografie-Studium an der Folkwang Universität der Künste, zuvor studierte er Philosophie-Künste-Medien an der Universität Hildesheim. Sein Diplomstudium schloss er 2025 an der HGB Leipzig erfolgreich ab. Seine Arbeiten waren vielfach im Ruhrgebiet und in Leipzig zu sehen, aber auch international etwa in Hong Kong, St. Petersburg und Göteborg. Ein Medium, das Dorner häufig einsetzt, ist das Fotobuch beziehungsweise Künstlerbuch. Seine Abschlussarbeit „Radikale Mitte“ ist ebenfalls als solches entstanden und wird diesen Sommer eine ganz neue Form im ORBIT-Ausstellungsraum finden. Die Beschäftigung mit dem gesellschaftlichen Erinnern an die radikale Demokratiebewegung 1848/49 ist das zentrale Thema dieser Arbeit.
Mercedes Theresia Wagner Romero beendete 2018 ihr Masterstudium der Fotografie an der Folkwang Universität der Künste. Davor studierte sie in Hannover vielfältige Disziplinen wie Philosophie, Gender Studies, Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Zudem absolvierte sie ein Bachelorstudium in Stenografie und Kostüm und unternahm Recherchereisen. Bis 2025 studierte Wagner Romero als Meisterschülerin Freie Kunst an der HBK Braunschweig. Ihre künstlerische Praxis kann als objektbasiert, installativ mit dokumentarischen Anteilen beschrieben werden. Wagner Romero ist es ein Anliegen, Alltägliches in den Blick zu nehmen und vermeintlich unverrückbare Festschreibungen zu hinterfragen.
Lucy J. Rogers begann ihre künstlerische Ausbildung an der renommierten Central Saint Martins in London, bevor sie zum Masterstudium der Fotografie an die Folkwang Universität der Künste kam. Danach vertiefte sich Rogers in theoretische Auseinandersetzungen mit dem fotografischen Medium und promovierte 2025 über die deutsche Fotografin Ursula Schulz-Dornburg. Neben ihren künstlerischen und wissenschaftlichen Beschäftigungen ist Rogers auch als Kuratorin tätig. Sie lebt und arbeitet in London und an der Grenze zu Wales. Im Ausstellungsraum ORBIT wird Rogers Auszüge aus ihrer Serie „Hollow Earth“ zeigen: Eine seit 2019 andauernde Auseinandersetzung mit der Region, in der sie aufgewachsen ist und in welcher der frühere Bergbau weiterhin sichtliche Spuren in der Landschaft hinterlassen hat
Von 2015 bis 2020 studierte Julia Jaksch Fotografie an der Folkwang Universität der Künste. Jakschs künstlerische Praxis bewegt sich an den Schnittstellen von Installation, Fotografie, Malerei und Zeichnung. Der physische Raum wie auch innere Landschaften sind zentrale Themen ihrer Auseinandersetzung. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Düsseldorf und arbeitet außerdem als Szenografin für Kurz- und Langfilmproduktionen.
Ludwig Kuffer begann seine künstlerische Ausbildung 2012 an der Folkwang Universität der Künste, ging anschließend an die HBK Hamburg und beendete 2023 sein Studium der Freien Kunst in der Klasse Peter Piller an der Kunstakademie Düsseldorf. Kuffer beschäftigt sich intensiv mit dem Fotografischen, insbesondere den optisch-physikalischen Grundlagen von Fototechniken und ist zurzeit Dozent an der Kunstakademie Düsseldorf im Bereich Fotografie. Max Beck studierte ebenfalls Fotografie an der Folkwang Universität der Künste, beschäftigte sich dort sowie an der Universität zu Köln jedoch auch mit Foto- und Kunstgeschichte sowie Philosophie. In seinen fotografischen Arbeiten spielt Beck mit unterschiedlichen Ebenen der Lesbarkeit, oftmals erscheint die Dekodierung von Zeichen vorrangig, während sie zugleich im Kontext des gesamten Bildeindrucks ins Leere läuft.
Saskia Fischers künstlerische Ausbildung startete 2010 an der Folkwang Universität der Künste. Es folgten Stationen an der Goldsmith University of London, Summer Schools in Riga, Tallinn, Valeria und Prag sowie ein Abschluss als Meisterschülerin des Weißenhof Programms der ABK Stuttgart. Im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis steht das Verhältnis von Landschaft und Identität, wobei individuelle wie auch kollektive und gesellschaftliche Ebenen einfließen. Fischers künstlerische Praxis verortet sich im Spannungsfeld von Film, Skulptur, Performance und Projekten im öffentlichen Raum.
Nach einem Studium der Skandinavistik kam Luzie Marquardt 2015 an die Folkwang Universität der Künste und schloss ihren Bachelor in Fotografie 2020 bei Prof. Muller und Prof. Seeger erfolgreich ab. Marquardt stellte bisher vorrangig im Ruhrgebiet aus, zeigte ihre Arbeiten aber auch schon in Berlin und bei Wanderausstellungen bundesweit. 2018 war sie Preisträgerin des Marianne Ingenwerth-Exzellenzstipendiums. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sich Marquardt insbesondere mit dem Genre des Portraits und sucht dabei nach einem subversiven, fluiden Umgang mit dem bereits Bekannten.
Josephine Scheuer studierte von 2012 bis 2017 Fotografie an der Folkwang Universität der Künste. Daran schloss sie ein Studium in der Klasse von Prof. Rita McBride an der Kunstakademie Düsseldorf an. Neben vielfältigen Ausstellunsbeteiligungen in Düsseldorf und Essen zeigte Scheuer ihr Arbeiten außerdem u.a. im Dortmunder Kunstverein (2024), Kunstmuseum Solingen (2022), Montepulciano (2021), Köln (2018) und Miami (2018). Rechercheaufenthalte in Rom prägen Scheuers künstlerische Praxis nachhaltig. In ihren installativen Tape-Arbeiten hinterfragt Scheuer die Notwendigkeit von (materiellem) Wert, Besitz sowie der Bildung von Kategorien.
Faeghe Kordestani schloss sowohl im Iran als auch an der Folkwang Universität der Künste erfolgreich ein Masterstudium der Fotografie ab. Von 2015 bis 2019 studierte sie in Essen und zeigte in dieser Zeit ihre Arbeiten vor Ort, aber auch in Eisenstadt (Österreich, 2017). 2021 war sie Stipendiatin des Kunstmentorat NRW und arbeitete in dieser Zeit eng mit Katja Stuke zusammen. In Kordestanis künstlerische Arbeit fließen Fragen nach Heimat, Herkunft und Zugehörigkeit, aber auch politische Umwälzungen ein.
Ruth Magers studierte von 2015 bis 2021 Fotografie an der Folkwang Universität der Künste insbesondere bei Christopher Muller und Elke Seeger. Seit 2020 studiert sie an de Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Peter Piller. Neben Ausstellungen in Essen zeigte sie ihre Arbeiten bereits überregional sowie international, u. a. an der University of Portland, Oregon (2019), im Künstlerhaus Betanken, Berlin (2022), und the pool, Düsseldorf (2023). Für ihr künstlerisches Schaffen wurde Magers 2019 mit dem Marianne Ingenwerth-Exzellenzstipendium ausgezeichnet. Seit 2022 organisiert sie zusammen mit Jacob Lambert den von Künstler:innen geführten Ausstellungsraum „etta“ in Düsseldorf.
Von 2014 bis 2019 studierte Eva Olbricht Fotografie an der Folkwang Universität der Künste. Neben fotografischen Auseinandersetzungen arbeitet Olbricht seit ihrem Abschluss auch mit Ton und schafft Keramiken, die zwischen Gebrauchsgegenstand und künstlerischem Objekt oszillieren. Olbrichts Arbeiten waren vielfach im Ruhrgebiet und Rheinland zu sehen. Darüber hinaus stellte sie ihre Arbeiten unter anderem in Leipzig (2021, 2024), Saarbrücken (2018), Wien (2017) und Freiburg im Breisgau (2019, 2018) aus.
Joanna Kischka studierte von 2009 bis 2014 Fotografie an der Folkwang Universität und der Mimar Sinai Universitesi Istanbul. Daran schloss sie von 2015 bis 2019 ein Masterstudium der Medien- und Kulturwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf an. Ihre Arbeiten haben bereits Eingang in Privatsammlungen und das Stadtmuseum Düsseldorf gefunden. Publiziert wurden sie außerdem in den Zeitschriften Photonews, Hant magazine, njuuz, Dekamired und S-Magazine. In ihrer seit 2012 bestehenden Ausstellungspraxis zeigte Kischka ihre Arbeiten vielfach in Essen und Düsseldorf, aber auch in Polen, der Türkei und weiteren Städten im Ruhrgebiet und Bergischen Land.
Organisiert wird die Ausstellungsreihe von Lorenza Kaib in Zusammenarbeit mit Prof. Elke Seeger und Larissa Zauser. Sie ist Teil des Projekts „Blickfeld Zollverein“, einer Kooperation der Folkwang Universität der Künste und der Stiftung Zollverein. Ermöglicht wird das Projekt durch die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Zollverein (GFF) und die RAG-Stiftung.