Rund 30 Schafe weiden wieder auf verschiedenen Grünflächen von Zeche und Kokerei Zollverein. Im Mai wird die Herde durch Ziegen ergänzt; die Paarhufer bleiben bis Ende Oktober auf dem Gelände. Damit setzt die Stiftung Zollverein ihre nachhaltige Grünflächenpflege nach zwei erfolgreichen Jahren fort. Die Herde besteht wie im Vorjahr aus Drenther Heideschafen, Heidschnucken sowie Berg- und Texelschafen.
Über 80.000 Quadratmeter wurden von den Paarhufern im Jahr 2025 abgegrast, das entspricht einer Fläche von rund 11 Fußballfeldern. Insgesamt konnten mit der Beweidung rund 200 Liter Benzin für Rasenmäher eingespart werden. Auf dem 100 Hektar großen UNESCO-Welterbe wechselten die Schafe und Ziegen regelmäßig ihren Standort und haben erneut gezeigt, dass das ökologische Mähen eine wertvolle und ressourcenschonende Alternative zur maschinellen Grünpflege darstellt.
„Mit Schafen und Ziegen setzen wir auf eine naturnahe Form der Grünpflege. So sparen wir Technik und fossile Ressourcen ein und fördern zugleich die biologische Vielfalt auf dem Welterbe-Areal. Dieses ökologische Mähen hat sich für unser nachhaltiges Flächenmanagement bewährt“, sagt Christoph Tesche, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein. „Außerdem sind die Tiere für viele Besucherinnen und Besucher ein besonderer Hingucker.“
Die Beweidung trägt dazu bei, wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu erhalten und weiterzuentwickeln. Durch ihr gezieltes Fressverhalten fördern die Tiere eine artenreiche Pflanzenwelt und schaffen Lebensräume für viele Insekten, Vögel und Kleinsäuger. Ziegen kommen insbesondere bei dichtem Bewuchs wie Brombeersträuchern oder invasiven Arten zum Einsatz. Das Projekt hat sich damit nicht nur ökologisch bewährt, sondern ist auch zu einem sichtbaren Bestandteil der nachhaltigen Entwicklung des Welterbes geworden.