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Im Vordergrund weht eine blaue Festivalfahne mit der Aufschrift lit.RUHR – Internationales Literaturfest. Im Hintergrund ragt das markante Fördergerüst der Zeche Zollverein in Essen empor, angestrahlt vom warmen Licht in der Abenddämmerung. Die dunkle Backsteinfassade des Schachtgebäudes bildet einen starken Kontrast zum hellen Himmel. Die Aufnahme symbolisiert die Verbindung von Industriekultur und zeitgenössischer Literatur, wie sie auf dem Welterbe Zollverein regelmäßig erlebbar ist. scroll

lit.Ruhr 2026

Internationales Literaturfest auf Zollverein

Lesen, lauschen und (er)leben

Zehn Jahre lit.RUHR
Zum zehnten Mal versammelt die lit.RUHR Autor, Künstler, Denker und Schauspieler im Herzen des Ruhrgebiets. Vom 5. bis 11. Oktober 2026 wird das internationale Literaturfestival zum Jubiläum in mehreren Städten der Region gefeiert – und das UNESCO-Welterbe Zollverein ist erneut einer der zentralen Veranstaltungsorte. In den Hallen, im Salzlager und erstmals auch im Kokskohlenbunker treffen große literarische Stimmen auf Geschichte, Gegenwart und die Fragen unserer Zeit.

Das Jubiläumsprogramm zeigt einmal mehr, wie vielfältig Literatur sein kann: persönlich und politisch, unterhaltsam und unbequem, poetisch und hochaktuell. Auf Zollverein sind unter anderem Judith Hermann, Diane und Reinhold Messner, Frank Goosen, Leonie Swann, Matthias Brandt und Robert Habeck zu Gast.

Den Auftakt auf Zollverein macht am Mittwoch, 7. Oktober, Judith Hermann mit ihrem neuen Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“. Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin begibt sich darin auf eine persönliche Spurensuche zwischen Familiengeschichte, Erinnerung und den Leerstellen vergangener Generationen. Im Salzlager stellt Indie-Musiker und Autor Manuel Bittorf, besser bekannt als Betterov, seinen Debütroman „Goldener Retriever“ vor – eine rasante und zugleich zärtliche Coming-of-Age-Geschichte über Freundschaft, Aufbruch und die Suche nach dem eigenen Weg.

Geschichten vom Leben und von der Vergänglichkeit
Mit Diane und Reinhold Messner wird es auf Zollverein existenziell. Gemeinsam sprechen sie über ihr Buch „Lebenszeit – Vom Wert der Vergänglichkeit“ und über das Älterwerden, große Expeditionen und die kleinen Abenteuer des Alltags. Auch die Rückkehr an vertraute Orte und die Geschichten, die Menschen mit ihnen verbinden, spielen im Programm eine wichtige Rolle. Ob Kindheit, Heimat oder Vergangenheit – viele der Autor auf Zollverein beschäftigen sich mit der Frage, was uns geprägt hat und wie Erinnerungen unser Leben begleiten.

Das Revier im Mittelpunkt
Natürlich darf auch das Ruhrgebiet im Jubiläumsprogramm der lit.RUHR nicht fehlen. Am Donnerstag, 8. Oktober, treffen Verena-Kristina Kirchberg und Frank Goosen in Halle 12 aufeinander. Unter dem Titel „Inne Kneipe, anne Bude“ geht es um Trinkhallen und Kneipen als Orte der Begegnung – und um die Geschichten, die sich zwischen Büdchenfenster und Tresen erzählen lassen.

Auch Christoph Biermann und Dietmar Bär widmen sich dem Revier: Mit „Ich komm’ nie wieder! Bis nächste Woche.“ geht es um wahre Fußballgeschichten und um die besondere Leidenschaft, die diesen Sport und seine Fans verbindet. Die Reihe „Die andere Seite der Maloche – Nachbarschaft im Revier“ greift ebenfalls Themen auf, die eng mit der Geschichte und Gegenwart der Region verbunden sind. Auf Zollverein geht es dabei unter anderem um Zusammenhalt, Herkunft, Wandel und die Frage, wie ein neues Miteinander gelingen kann.

Zeitfragen und politische Debatten
Literatur eröffnet Perspektiven – und stellt Fragen. Auch 2026 wird die lit.RUHR auf Zollverein zum Ort für gesellschaftliche und politische Debatten. Matthias Brandt und die Historikerin Ruth Hoffmann sprechen unter dem Titel „Nein sagen!“ über Widerstand, persönliche Verantwortung und die Frage, was wir aus der Geschichte für die Gegenwart lernen können. Robert Habeck stellt „Arctic Meltdown. Die Neuvermessung der Welt“ vor. Im Mittelpunkt steht die Arktis als Region, in der sich die Folgen des Klimawandels besonders deutlich zeigen – und die zugleich zum Schauplatz neuer geopolitischer Konflikte wird. Auch die Zeitdiagnostiker Ines Geipel und Peter Neumann beschäftigen sich mit Herkunft, Transformation und geschichtlichem Erbe. Im Kokskohlenbunker sprechen sie über Ost und West, das Revier und die Mentalitäten, die Gesellschaften prägen.

Gemeinsam für mehr Teilhabe – lit.RUHR inklusiv

Große Geschichten und bekannte Stimmen
Für literarische Spannung sorgt Leonie Swann mit ihrem neuen Schafskrimi „Widdersehen“. Gemeinsam mit Maren Kroymann bringt sie die Welt der bekannten Schafe aus „Glennkill“ ins Salzlager. Zu den weiteren Gästen auf Zollverein gehören unter anderem Philipp Oehmke, Edgar Selge sowie die Podcaster und Autoren Richard Hemmer und Daniel Meßner, die mit „Mehr Geschichten aus der Geschichte“ zeigen, wie unterhaltsam historische Stoffe erzählt werden können.

So wird das UNESCO-Welterbe Zollverein auch zum zehnten Geburtstag der lit.RUHR wieder zu einem Ort großer Geschichten, überraschender Begegnungen und lebendiger Debatten.

Das Lesen feiern – lit.kid.RUHR
Auch für junge Leser:innen bietet das Literaturfestival wieder ein vielfältiges Programm. Die lit.kid.RUHR bringt Kinder und Jugendliche mit Autor und ihren Geschichten zusammen – zum Zuhören, Entdecken und Mitdenken. Auf Zollverein stehen unter anderem Margit Auer mit „Die Schule der magischen Tiere. Hoch hinaus!“, Alice Pantermüller mit einem neuen Abenteuer aus „Mein Lotta-Leben“ sowie weitere Autor und Illustrator auf dem Programm. Im Kokskohlenbunker und in den Hallen des Welterbes reicht das Angebot von Vorschul- und Schulveranstaltungen bis zu Lesungen für Familien. Dabei geht es um fantastische Welten, spannende Abenteuer und Geschichten, die Kinder und Jugendliche in ihrer eigenen Lebenswelt abholen.

Inklusion
Die lit.RUHR setzt sich seit Beginn aktiv für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein. Unterschiedliche Barrieren können Menschen mit Behinderungen den Zugang zum kulturellen Leben erschweren. Um dies zu verändern, bietet die lit.RUHR auch 2026 barrierearme beziehungsweise barrierereduzierte Veranstaltungen an. Dazu leisten auch die Veranstaltungsorte als Kooperationspartner einen wichtigen Beitrag. Für zahlreiche Veranstaltungen auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein stehen beispielsweise rollstuhlgerechte Zugänge und WCs zur Verfügung. Bei ausgewählten Veranstaltungen werden darüber hinaus weitere Angebote wie Gebärdensprachdolmetschung oder Induktionsschleifen angeboten. Informationen zur Barrierefreiheit der einzelnen Veranstaltungen sind im Programm der lit.RUHR zu finden.

 

Ort und
Kontakt

Adresse
  • lit.RUHR
    UNESCO-Welterbe Zollverein, Essen
    // Anreise mit dem Auto: Parkplätze A1, A2, B, C und Parkdeck Zollverein (kostenpflichtig), Zufahrt über Fritz-Schupp-Allee, Bullmannaue oder Arendahls Wiese // Anreise mit ÖPNV: Straßenbahn 107 (Haltestelle: Zollverein), Regionalbahn RB 32 und 35 (Haltestelle: Zollverein Nord) und Bus 183 (Haltestelle: Kohlenwäsche oder Kokerei Zollverein)
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