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Über Zollverein
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Was von der Kohle bleibt

Mitmachzeche und schwergewichtige Ausstellungsstücke

Essen. Im Jahr eins nach dem endgültigen Ausstieg aus der deutschen Steinkohlenförderung wächst das UNESCO-Welterbe Zollverein um schwergewichtige Erinnerungsstücke und ein neues pädagogisches Erlebnisangebot für Familien und Kinder.

Mitmachzeche eröffnet auf dem Gelände des Gründerschachts

Nach den Sommerferien wird auf Zollverein der neue Denkmalpfad 1/2/8 seine Türen öffnen. Im gerade erst denkmalgerecht hergerichteten Wagenumlauf des Gründerschachts zeigt eine Mitmachzeche für Kinder, Jugendliche und Familien, wie hart und schwer die Arbeit auf der Zeche wirklich war. An 13 Stationen können die jungen Besucherinnen und Besucher selbst anpacken: Mit Grubenjacke, Helm und Halstuch ausgestattet, steigen sie in den Förderkorb und tauchen ein in die Welt des Bergbaus – genau an der Stelle, an der vor über 170 Jahren die Abteufarbeiten für Schacht 1 der Zeche Zollverein begannen.

Mit der Mitmachzeche wird auf dem Gelände des Gründerschachts ein besonderes Vermittlungsprogramm geschaffen: ein Format, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anders als bei einer klassischen Führung selbst aktiv werden können. Auf fachkundige Anleitung wird dennoch nicht verzichtet, denn die Gruppen werden durch einen Gästeführer oder eine Gästeführerin begleitet. Die Schwerpunkte sind dabei die Partizipation und Interaktion. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche mit der Bergbaukultur in ihren verschiedenen Facetten und Bereichen vertraut zu machen und dabei Wissen zu vermitteln. „Uns war es sehr wichtig, unsere Angebote für Kinder und Jugendliche auf Zollverein zu verstärken, um den Bergbau anschaulich und erlebbar zu machen“, sagt Prof. Heinrich Theodor Grütter, Direktor des Ruhr Museums und Vorstandsmitglied der Stiftung Zollverein.

RAG-Stiftung fördert Erinnerungen an „Steinkohlenbergbau“ auf Zollverein

Am 21. Dezember 2018 endete nach mehr als 200 Jahren der industrielle Steinkohlenbergbau in Deutschland. Auch nach diesem Ende einer Ära fördert die RAG-Stiftung Projekte, die nachhaltige Lösungen für das kulturelle Bergbauerbe finden. „Zollverein hat sich dank des Prinzips ‚Erhalt durch Umnutzung‘ zu einem gut aufgestellten Zukunfts- und Wirtschaftsstandort entwickelt. Wir dürfen dabei aber nie vergessen, dass Zollverein eng mit der Geschichte unserer gesamten Region verbunden ist und damit für Millionen von Menschen auch Heimat bedeutet“, erklärt Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein. „Dieses Gefühl und diese Geschichte muss das Welterbe auch weiterhin transportieren. Wir bedanken uns sehr für die Unterstützung durch die RAG-Stiftung sowie die RAG Aktiengesellschaft und freuen uns darüber, dass unsere Besucherinnen und Besucher auf dem Welterbe neue Erinnerungsstücke entdecken können.“

Mit der Förderung der mehrfach ausgezeichneten Gemeinschaftsausstellung „Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“ von Ruhr Museum und Deutschem Bergbau-Museum Bochum im Rahmen der Initiative „Glückauf Zukunft!“ setzte die RAG-Stiftung ein Zeichen für ihre Verantwortung gegenüber der Bergbauregion „Ruhrgebiet“ und sorgte für eine beeindruckende Erinnerungsmöglichkeit in der ehemaligen Mischanlage auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein. Nun wird die erfolgreiche Sonderausstellung, die mehr als 70.000 Gäste in der Mischanlage auf der Kokerei Zollverein sahen, wiedereröffnet – im Internet. Der von der RAG-Stiftung geförderte virtuelle Rundgang mit 33 Stationen ermöglicht es, die beeindruckende und umfangreiche Ausstellung über ihre Laufzeit hinaus online in voller Gänze zu besuchen. Das Projekt, das mit dem Fotografen-Team von REALITY ZOOM umgesetzt wurde, kombiniert den Ansatz einer 360-Grad-Fotodokumentation in HDR-Qualität mit einem virtuellen und barrierefreien Rundgang, bei dem die „Ausstellungsbesucherinnen und -besucher“ die Objekte in großer Detailtreue wiederentdecken können. Dies gelingt dank modernster Hochkontrastbilder, sogenannter High Dynamic Range (HDR) Aufnahmen mit einer hohen Auflösung pro Station, einer beeindruckenden Detailgenauigkeit und zugleich extremen Kontrasten bei auch schwierigsten Lichtverhältnissen. In Kombination mit der interaktiven Navigation in den Räumen und der Zoom-Funktion kann man sich einzelne Objekte und Ausschnitte in der Ausstellung ganz nah und zugleich gestochen scharf „heranholen” und betrachten.

Für das Ruhr Museum und das Deutsche Bergbau-Museum Bochum bedeuten dieser digitale Ausstellungsbesuch und die Archivierung einer kompletten Sonderausstellung eine neue Nachhaltigkeit der finanziellen und wissenschaftlichen Investitionen, die sonst nur temporär existiert hätte. Hinzu kommt vor allem auch die äußerst spannende Bereicherung der Vermittlung im Museum.

„Wir freuen uns, dass unsere Gemeinschaftsausstellung, für die wir im Steinkohlenausstiegsjahr die technikhistorischen Bestände des Deutschen Bergbau-Museums Bochum mit den sozialhistorischen des Ruhr Museums zusammengeführt haben, nun für die Ewigkeit im World Wide Web sichtbar bleibt“, sagt Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff, Direktor des Deutschen Bergbau-Museums Bochum.

Die Ausstellung ist kostenlos und rund um die Uhr im Internet unter www.daszeitalterderkohle.de besuchbar.

Das größte Kohlestück des Ruhrgebiets findet Platz in der Kohlenwäsche

Ein besonders beeindruckendes Exponat der Gemeinschaftsausstellung „Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“ können die Besucherinnen und Besucher auch nach deren Ende dauerhaft im Eingangsbereich der 24-Meter-Ebene in der ehemaligen Kohlenwäsche auf sich wirken lassen. Dort hat das größte jemals im Ruhrgebiet geförderte Kohlestück nach der großzügigen Überlassung der RAG-Stiftung seinen Platz gefunden. Das symbolträchtige Ausstellungsexponat ist über vier Kubikmeter groß und wiegt sechs Tonnen. Es stammt aus jener Zeche, mit deren Schließung Ende 2018 der Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet und in ganz Deutschland sein Ende fand: dem Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop. Das am 1. März 2016 in Handarbeit am Betriebspunkt 525 aus dem 1,60 Meter mächtigen Flöz G2/F gewonnene gigantische Kohlestück ist zudem einer der beiden größten, jemals in Deutschland geborgenen, Steinkohlebrocken.

Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung, betont: „Das UNESCO-Welterbe Zollverein ist der ideale Ort für dieses gewichtige Erinnerungsstück unserer Industriegeschichte. Ein zweiter Kohlebrocken hat bereits im Deutschen Bergbau-Museum Bochum ein dauerhaftes Zuhause gefunden. Uns als RAG-Stiftung war wichtig, dass dieser Kohlebrocken als imposanter Zeuge der Steinkohleära nicht hinter verschlossenen Türen konserviert wird, sondern sichtbar ist und die Menschen an die Leistungen des Steinkohlenbergbaus und der Bergleute erinnert.“

Maschinenpark bleibt Zollverein erhalten

Auch die Maschinenteile aus dem modernen Bergbau, die aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts keinen Einzug in die Gemeinschaftsausstellung „Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“ halten konnten, wurden schon während der Ausstellungslaufzeit 2018 im Außenbereich auf der Kokerei zwischen Wiegeturm und Mischanlage präsentiert. Jetzt wurde entschieden, dass dieser Bereich – ebenfalls finanziell unterstützt durch die RAG-Stiftung – dauerhaft erhalten bleibt und die RAG die Objekte aus vier Bergwerken als Dauerleihgabe zur Verfügung stellt. Gezeigt werden im Gegensatz zur Verteilerebene nicht die von Menschen geführten Werkzeuge, sondern Maschinen, die für den Abbau von Kohle genutzt wurden. Auf dem 5.470 qm großen Platz auf der Kokerei Zollverein werden 19 Maschinenteile aus den Bereichen „Abbau“, „Streckenvortrieb“, „Fahrung/Transport“ und „Förderung“ gezeigt.

„Die RAG hilft gerne, wenn es darum geht, die Erinnerung an den Steinkohlenbergbau als prägende Industrie der Region wach zu halten“, sagt Peter Schrimpf, Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft. „Auch nachfolgende Generationen sollen nachvollziehen können, welche Leistungen der Bergbau und vor allem die Bergleute vollbracht haben.“

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