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Zukunfts-Campus nach Berliner Modell

Gründerzentrum mit 2.000 neuen Arbeitsplätzen

Projektentwickler Reinhard Müller plant EUREF-Campus auf dem Gelände der Kokerei

Rund 1.800 Tonnen feinster Sand, Palmen, Eisbar, Sonnenstühle und bestes Sommerwetter: In lockerer Beachclubatmosphäre stellte Investor Reinhard Müller Ende Juli im Gasometer der Kokerei Zollverein seine Pläne für einen Zukunfts-Campus auf dem Welterbe vor. „Wir wollen hier ein Testfeld für Smart City-Lösungen schaffen. Wir möchten junge Menschen in der Region halten und können ihnen hier die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln“, warb Müller für seine Idee. Ziel ist es, das Areal als bevorzugten Standort für Unternehmen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Energie zu etablieren.

2.000 Arbeitsplätze geplant
Auf dem 30.000 Quadratmeter großen Grundstück des Kokereigeländes möchte der in Krefeld geborene Architekt, Unternehmer und Gründer ein Gründerzentrum errichten. Dazu soll zunächst der ehemalige Gasometer umgebaut werden. Auch die beiden Kühltürme, die Gasbodenfackel, der Ventilatorenkühler sowie Neubauflächen sollen Teil der Immobilienentwicklung werden. Vorbild für den EUREF-Campus Zollverein ist der EUREF-Campus Berlin, wo Müller bereits vor zehn Jahren mit dem Aufbau eines Reallabors für Unternehmen und Startups begonnen hat. Im Zentrum der Ansiedlung sollen wie in Berlin die Zukunftsthemen Klimawandel, Energiewende und intelligente Mobilität stehen. 50 Millionen Euro will der 65-Jährige auf dem Kokereigelände investieren, 2.000 Arbeitsplätze sollen entstehen. Erste Interessenten seien längst gefunden: „Über 20 Firmen haben uns bereits signalisiert, dass sie sich hier ansiedeln wollen“, so Müller zuversichtlich.

Studenten in der Region halten
Der Kontakt zwischen Zollverein und dem EUREF-Campus in Berlin war 2016 durch Werner Müller, seinerzeit Vorsitzender der RAG-Stiftung, zustande gekommen. Beeindruckt vom Gründerzentrum in Berlin-Schöneberg soll Werner Müller zu Reinhard Müller gesagt haben: „Das will ich auch für Zollverein.“ Als Nachfolger von Werner Müller macht sich auch Bernd Tönjes für ein Versuchslabor aus Unternehmen und Startups auf dem Zollverein-Areal stark: „Das Ruhrgebiet ist eine Zukunftsregion. Jetzt gilt es, die 260.000 Studenten in der Region zu halten“, so der Vorsitzende der RAG-Stiftung. Und Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein, ergänzte: „Zollverein ist ein Ort des Wandels. Erhalt durch Umnutzung ist unsere Devise. Vor diesem Hintergrund können wir die Pläne für den Zukunfts-Campus nur unterstützen.“ Essens Stadtdirektor und Planungsdezernent Hans-Jürgen Best lobte das Projekt als das erste große private Investment auf dem Welterbeareal und zeigte sich zuversichtlich, dass letztlich auch die Denkmalbehörde zustimmen werde: „Wir von Seiten der Stadt werden das Projekt mit Herzblut begleiten.“

Algenreaktor im Kühlturm
Zukunftsfähig wie das Themenspektrum der künftigen Mieter soll auch die Klimabilanz des Entwicklungsgebiets sein. „Bereits seit 2014 erfüllen wir auf dem EUREF-Campus in Berlin die Klimaziele der Bundesregierung für 2050. Auf dem EUREF-Campus Zollverein werden die gleichen Standards gelten“, versprach Reinhard Müller. Als kleinen Vorgeschmack auf das, was da rund um den Gasometer entstehen könnte, stellten einige Gründer und Unternehmer des Berliner Campus ihre Geschäftsideen vor. Den wohl größten Eindruck auf die Zuhörer machten die Pläne der Dresdener Firma MINT Engineering: Das Unternehmen möchte dabei helfen, einen der beiden Zollverein-Kühltürme zum größten Algen-Bioreaktor der Welt zu entwickeln. Mitarbeiterin Jana Siemer warb für die grünen Kraftpakete: Die produzierten Algen könnten in der Lebensmittelindustrie, als Futtermittel sowie in der Pharmazie und Kosmetik eingesetzt werden.

Text: Heike Reinhold

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EUREF-Campus

Gründerzentrum auf der Kokerei Zollverein

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