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Station 6: Bergehalde

Bergehalden prägen das Erscheinungsbild des Ruhrgebiets. Sie bestehen aus taubem Gestein, auch Berge genannt, das beim Abbau der Steinkohle anfällt.

Durch den Restkohlegehalt und die Sauerstoffzufuhr über Tage entzündeten sich Spitzkegelhalden häufig selbst. Brennende Halden waren die Folge. Deshalb ging man dazu über, den Boden zu verdichten und die Halden terrassenförmig anzulegen. Die harten Konturen dieser Tafelberge ernteten jedoch Kritik. So entstanden als dritte Haldengeneration die Landschaftsbauwerke, die sich harmonisch in die Umgebung einfügen.

Der Boden der Halden ist nährstoffarm. Durch die bei der Verwitterung des Gesteins entstehende Schwefelsäure versauert das Bodenmaterial an der Oberfläche schnell. Die hier siedelnden Pflanzenarten sind Rohbodenspezialisten: Vor allem Birken, Robinien und Weiden können an diesem Extremstandort überleben.

Eine der ältesten Halden des Ruhrgebiets findet sich auf Zollverein Schacht 1/2/8: die Spitzkegelhalde „Zollverein 1/2“. Mit ihren steilen Hängen zählt sie zur ersten Haldengeneration. Zwischen Zeche und Kokerei entstand später eine zweite Halde, die sehr flach und heute für Besucher zugänglich ist.

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© Esther Guderley
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© Esther Guderley / Ruhr Museum

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