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Anbieter: Stiftung Zollverein

Wandel mit Wirkung

Eine Präsentation der Industriekultur (ERIH) und der Stiftung Zollverein


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© Frank Vinken / Stiftung Zollverein

In der Ausstellung „Wandel mit Wirkung“ im ehemaligen Rundeindicker der Kohlenwäsche [A14] stehen regionale Industriedenkmäler und Museen im Fokus. Besucher erfahren, wie selbst kleinere Industrieanlagen die geografische und soziale Landschaft verändert haben. Zugleich macht die Ausstellung das eng miteinander verflochtene Netzwerk europäischer Industrieregionen sichtbar und bereitet den Boden für weitere Aktivitäten im Europäischen Kulturerbejahr 2018.


Jede Industrieregion hat ihre besonderen Merkmale. Südwales etwa gilt als erste Industrienation der Welt: Mitte des 19. Jahrhunderts arbeiteten dort mehr Menschen in Zechen und Fabriken als in der Landwirtschaft. Bergbau ist auch der führende Industriezweig in Schlesien, während Holland die Technik der Landgewinnung zur Perfektion entwickelt. In Katalonien blüht die Textilindustrie, die Lausitzer Landschaft wühlen gigantische Braunkohletagebaue um und der Erzberg in der Steiermark ist bis in die Gegenwart ein Zentrum des Erzabbaus und der Verhüttung.

Heute halten historische Industriestandorte und Museen die Erinnerung an die Zeit der Industrialisierung wach. Regionalrouten, wie in der Ausstellung „Wandel mit Wirkung“ präsentiert, setzen die einzelnen Standorte zueinander in Beziehung und bieten Besuchern Reiseerlebnisse jenseits der bekannten Sehenswürdigkeiten. Gleichzeitig war und ist jedes Industriedenkmal ein Mosaikstein in Europas industriellem Erbe, denn die Industrialisierung war nie ein nationales Phänomen, sondern fand in ganz Europa statt: Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts überwanden Technologien, Produktionsformen und Arbeitskräfte in zunehmendem Tempo europäische Landes- und Kulturgrenzen.

Die Mehrzahl heutiger Industriekultur-Standorte vernachlässigt diesen internationalen Aspekt der Industrialisierung noch. Das will ERIH ändern und hat im letzten Jahr bereits eine Broschüre „European Industrial Heritage – How to show the international links?“ herausgebracht, die aktuell ins Deutsche übersetzt wird und voraussichtlich ab September zu beziehen ist. Die Ausstellung ist ein weiterer Schritt in diese Richtung und ergänzt im Rundeindicker des Portals der Industriekultur, das die europäischen Entwicklungen und Einflüsse der Industrialisierung bereits sehr anschaulich darstellt.

Über ERIH
ERIH ist das größte touristische Informationsnetzwerk zum industriellen Erbe in Europa. Über 1.500 Standorte in 47 europäischen Ländern bieten gemeinsame europäische Geschichte zum Anfassen. 100 Ankerpunkte, 20 Regionale Routen und 13 Themenrouten fügen das europäische Erbe der Industrialisierung wie in einem Mosaikbild zusammen. Ziel ist es, dass in Zukunft jeder einzelne ERIH-Standort verstärkt dieses Mosaikbild aufgreift und seinen Besuchern eine Vorstellung von den vielfältigen europäischen Verflechtungen vermittelt. Unterstützung erhält ERIH dabei vom Europäischen Förderprogramm Creative Europe.


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