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Internationales Literaturfest lit.RUHR

Zollverein wird Festivalzentrum


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© Anna Ehlert / Stiftung Zollverein

Das Ruhrgebiet bekommt ein neues Literaturfestival: Vom 4. bis 8. Oktober 2017 findet erstmalig das Internationale Literaturfest lit.RUHR statt. Geplant sind 40 Veranstaltungen für Erwachsene und 35 für Kinder und Jugendliche. Die Zeche Zollverein wird Festivalzentrum sein, daneben wird es weitere
Spielorte in Essen geben, im ersten Jahr außerdem in Bochum, Dortmund und Duisburg. Am 4. Oktober wird das Festival feierlich im Alfried-Krupp-Saal der Philharmonie Essen eröffnet.


lit.RUHR wird veranstaltet von dem gemeinnützigen Verein lit e.V. Die Initiatoren des Festivals verantworten auch das Internationale Literaturfestival lit.COLOGNE. Die lit.RUHR wird maßgeblich gefördert durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Brost-Stiftung und die RAG-Stiftung, ferner durch die Stiftung Mercator, die innogy Stiftung und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Zu den Unterstützern zählen Evonik, die Sparkasse Essen, die LUEG AG, die Privatbrauerei Stauder, die Messe Essen, die Stiftung Zollverein sowie das Essener Lesebündnis. Ideelle Unterstützer sind das Kulturdezernat und das Kulturbüro der Stadt Essen.

Medienpartner sind die Funke Mediengruppe und WDR5.

Alle Veranstaltungen im Überblick

Im Folgenden finden Sie das Veranstaltungsprogramm der lit.RUHR auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein nach Datum sortiert. Bitte klicken Sie auf die jeweiligen Veranstaltungstitel, um mehr zu erfahren. Hier können Sie einen Blick auf die Veranstaltungen der lit.kid.RUHR auf Zollverein werfen.

Mittwoch, den 4. Oktober 2017

Martin Suter – Business-Class-Chronist, moralische Instanz wider Willen, Schaltjahrkind / 19 Uhr

Halle 12 [A12]
VVK (zzgl. Gebühren): € 18/14 (erm.); AK (Endpreise): € 25/21 (erm.)

Erst mit Mitte 40 begann der Schweizer Martin Suter mit dem Schreiben, in eine Wolldecke gehüllt in einem winterkalten Haus auf Ibiza. Heute erobern seine Romane („Small World“, „Die dunkle Seite des Mondes“, „Der letzte Weynfeldt“, „Allmen und die Libellen“, „Elefant“) zuverlässig die Bestsellerlisten, und die Filme nach seinen Drehbüchern („Giulias Verschwinden“, „Nachtlärm“) sind Publikumsmagneten. Seine legendäre Kolumne „Business Class“, die er nach 15 Jahren einstellte, vermissen wir noch heute – ein Trost bleibt, dass die Hauptfigur Geri Weibel Held eines Musicals wurde. Wir lieben Martin Suter wegen seines präzisen, lakonischen Stils, für die Kunstfertigkeit, mit der er spannende Plots mit genauen Milieustudien verbindet. Heute lädt Martin Suter ein zu einer Tour durch sein großes, vielgestaltiges Werk, zu einem möglichen Wiedersehen mit Johann Friedrich von Allmen, mit dem perfekten Freund und einem rosaroten Elefanten …
Moderation: Shelly Kupferberg

Zadie Smith und Nina Kunzendorf über Freundschaft, Tanz und verblassende Träume / 20 Uhr

Salzlager [C88]
VVK (zzgl. Gebühren): € 16/12 (erm.); AK (Endpreise): € 21/17 (erm.)

Als sich die beiden Mädchen zum ersten Mal begegnen, fühlen sie sich sofort zueinander hingezogen. Die gleiche Leidenschaft fürs Tanzen und für Musicals verbindet sie, doch auch derselbe Londoner Vorort und die Hautfarbe. Gemeinsam durchleben sie eine Kindheit geprägt durch dominante Mütter, unsichtbare Väter und schmerzliche Klassenunterschiede. In jungen Erwachsenenjahren trennen sich ihre Wege: Die eine hat Talent, die andere hat Ideen. Und plötzlich steht viel mehr zwischen ihnen, als sie einstmals verband. Zadie Smiths neuer grandioser Roman Swing Time, der in den USA von Presse und Publikum gefeiert wird, erzählt am Beispiel zweier Freundinnen vom Siegen und Scheitern, vom Beginnen und Enden. „Nicht nur Freundschaft, sondern die ganze verrückte, ungerechte Welt wird einem präzisen prüfenden Blick unterzogen“ (New York Magazine).
Moderation: Susanne Weingarten, dt. Text: Nina Kunzendorf

Donnerstag, den 5. Oktober 2017

Melinda Nadj Abonji & Frank Witzel – Buchpreisträger geben sich (und uns) die Ehre / 19 Uhr

Halle 2 [A2]
VVK (zzgl. Gebühren): € 14/10 (erm.); AK (Endpreise): € 19/15 (erm.)

Für ihren Roman „Tauben fliegen auf“ erhielt Melinda Nadj Abonji (Jg. 1968) 2010 den Deutschen Buchpreis (den Schweizer Buchpreis übrigens auch). Frank Witzel (Jg. 1955) erhielt die Auszeichnung fünf Jahre später für „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“. Nun haben beide neue Romane im Gepäck: In Schildkrötensoldat erzählt Nadj Abonji von Zoltan, der sich im Bürgerkrieg Jugoslawiens mit der Kraft seiner Fantasie einer ungerechten Ordnung entgegenstellt. Ein Buch mit einer schwingenden, musikalischen Sprache und eindringlichen Bildern. Frank Witzel gestaltet in „Direkt danach und kurz davor“ ein abgründiges Panorama Deutschlands in der unmittelbaren Nachkriegszeit und nimmt den Leser mit auf eine Expedition in die Bodenlosigkeit der Geschichte und in einen dunklen Traum, in dem der Krieg untergründig noch den Frieden beherrscht.
Moderation: Rebecca Link

Martin Walker, Jan-Gregor Kremp und Bruno, Chef de police, fahren Oldtimer / 19 Uhr

Salzlager [C88]
VVK (zzgl. Gebühren): € 14/10 (erm.); AK (Endpreise): € 19/15 (erm.)

Martin Walker meldet sich mit dem neunten Fall rund um den charmanten Ermittler Bruno, Chef de Police, zurück. Es ist Hochsommer im Périgord: Hochsaison für ausgedehnte Gaumenfreuden und Fahrten mit offenem Verdeck durch malerische Landschaften. Ein Grand Prix findet statt. Die Oldtimer-Rallye zieht allerdings nicht nur Freunde des gediegenen Motorsports in die Region, sondern auch allerlei zwielichtige Gestalten: internationale Geldwäscher, verdächtige Autosammler und Erbschleicher. Alle sind auf der Suche nach einem legendären Automobil: Der Bugatti Type 57 SC Atlantic gilt als das teuerste Auto der Welt. Nur vier davon wurden je gebaut. Den einen kaufte Ralph Lauren, den anderen ein Museum, den dritten erfasste ein Zug, jetzt führt die Spur des letzten Exemplars ins Périgord und weckt Begehrlichkeiten. Ein mörderischer Grand Prix beginnt, und Bruno, Chef de police, gerät in Gefahr, aus der Kurve getragen zu werden.
Moderation: Shelly Kupferberg, dt. Text: Jan-Gregor Kremp

The Great Hornby – Mit Nick Hornby & Joachim Król / 19.30 Uhr

Halle 12 [A12]
VVK (zzgl. Gebühren): € 18/14 (erm.); AK (Endpreise): € 25/21 (erm.)

„Ich schreibe Bücher, weil ich keine Popsongs schreiben kann“, sagt Nick Hornby. „Thank God!“, wollen wir erwidern. Denn seit 25 Jahren steht das Werk von Nick Hornby in den Bücherregalen all jener, die sich für Musik oder Fußball interessieren – oder einfach für die wahnsinnigen Überraschungen, die das Leben so bereithält. Der 1957 in Redhill geborene ehemalige Lehrer hat uns so viel geschenkt: Situationskomik, filmreife Dialoge, den Plattenladen und das Fußballstadion als literarischen Ort. Er hat ganze Busladungen voller schräger und liebenswerter Figuren erschaffen, die vom Leben gezwungen werden, tagelang ihre Plattensammlung zu sortieren („High Fidelity“), Vaterpflichten für einen 12-jährigen Loser zu übernehmen („About a Boy“) oder für das kleinste Land der Welt in der Nationalmannschaft zu spielen, weil es dort eben nur elf Männer gibt („Small Country“). Heute beehrt uns der große Nick Hornby, Joachim Król liest aus seinem phänomenalen Werk.
Moderation: Philipp Schwenke

Lucas Vogelsang und Moritz von Uslar lassen die Heimat leuchten / 19.30 Uhr

Halle 6 [A6]
VVK (zzgl. Gebühren): € 12/ 8 (erm.); AK (Endpreise): € 17/13 (erm.)

Vom Wedding bis nach Essen, vom Ammersee bis Wischhafen durchmisst Lucas Vogelsang Deutschland und wirft einen sensiblen Blick auf unsere Gegenwart. In „Heimaterde“ trifft er fußballbegeisterte Barbiere, Iraner, die Gartenzwerge bemalen, und Vietnamesen, die Deutsch als Fremdsprache lehren. „Lucas Vogelsang könnte über einen Stromkasten in der Uckermark schreiben – es wäre lesenswert“ (Micky Beisenherz). Auf der lit.RUHR begegnet er Moritz von Uslar, einem der wichtigsten Seismografen des Landes. Als teilnehmender Beobachter verbrachte er drei Monate in einer Brandenburgischen Kleinstadt („Deutschboden“) und schreibt für Die Zeit regelmäßig „morgens um halb 10“ aus den populären und abgelegenen Winkeln Deutschlands. Sie sprechen über wunderliche Begegnungen, verlassene Landstriche und sogenannte Brennpunkte – und sie beleuchten einen Begriff, der von Jahr zu Jahr zugleich abgegriffener wie komplizierter wird: Heimat.

„Wir müssen reden“ – Anneke Kim Sarnau, Bjarne Mädel und Knut Elstermann zitieren zum Gespräch / 20 Uhr

Halle 5 [A5]
VVK (zzgl. Gebühren): € 20/16 (erm.); AK (Endpreise): € 27/23 (erm.)

„Wir müssen reden.“ Drei Worte, die nichts Gutes verheißen. Steht eine Trennung bevor? Haben die Kinder die Schule abgefackelt? Folgt darauf die finale Diagnose des Analytikers: eindeutig unheilbar gestört? Ob Bettgeflüster, Therapiesitzung oder Kündigungsgespräch – wir haben die gnadenlosesten, die beflügelndsten und kuriosesten Unterredungen der Weltliteratur gesammelt. Anneke Kim Sarnau und Bjarne Mädel lesen tragische, komische, herzzerreißende und versöhnliche Szenen aus Romanen, Theaterstücken, Gedichten und Briefwechseln. Da wird vom Eskalationsgrad der letzten Partynacht berichtet (Dorothy Parker), es wird im Flugzeug hoffnungsvoll geflirtet (Miranda July) und der langweiligste Witz der Welt erzählt (Kurt Tucholsky). Aber am Ende wird alles gut, denn Gastgeber Knut Elstermann wird vermittelnd, schlichtend und moderierend zur Seite stehen.

Freitag, den 6. Oktober 2017

Lars Hubrich, Tristan Göbel und Anand Batbileg lesen Tschick / 17 Uhr

Salzlager [C88]
VVK (zzgl. Gebühren): € 14/10 (erm.); AK (Endpreise): € 19/15 (erm.)

Maiks Mutter ist wieder mal in der Entzugsklinik, sein Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Und der hat einen geklauten Wagen zur Hand. Damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz. Wolfgang Herrndorfs Roman Tschick wurde über 2,2 Millionen Mal verkauft. Er nimmt Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen mit auf Maiks und Tschicks Reise durch ein unbekanntes Deutschland. Fatih Akin hat den Roman mit Tristan Göbel und Anand Batbileg in den Hauptrollen verfilmt. Die beiden lesen gemeinsam mit Lars Hubrich, Drehbuchautor und Freund von Wolfgang Herrndorf, aus Roman und Drehbuch, und die drei unterhalten sich darüber, wie aus dem Roman ein Film geworden ist.
Moderation: Simon Beeck

527,7 km nordöstlich von Paris – Gila Lustiger residiert in Mülheim an der Ruhr und Peter Lohmeyer begrüßt sie dort / 18 Uhr

Halle 2 [A2]
VVK (zzgl. Gebühren): € 18/14 (erm.); AK (Endpreise): € 25/21 (erm.)

Vor 30 Jahren ging Gila Lustiger der Liebe wegen nach Paris – und blieb. Im Herbst 2017 verlässt sie die Seine, um auf Einladung der Brost-Stiftung und in Kooperation mit lit.RUHR ein Jahr in Mülheim an der Ruhr zu verbringen. Gila Lustigers Werk ist geprägt von wachem Humanismus und großer analytischer Kraft: ihr Familienroman „So sind wir“, in dem sie ihrer Vergangenheit in der Geschichte ihres Vaters, dem Historiker Arno Lustiger, begegnet, der als polnischer Jude ins KZ kam und auf einem Todesmarsch fliehen konnte, ihr bislang einziger Kriminalroman „Die Schuld der anderen“, der Gesellschaftsanalyse und Genre elegant verknüpft, oder ihr preisgekrönter Essay „Erschütterung“, der den Versuch macht, den Schock der Attentate von Paris schreibend zu überwinden. Zur Begrüßung liest Peter Lohmeyer einen Klassiker der Ruhrgebietsliteratur, Gila Lustiger spricht mit Jens Dirksen über ihr Schreiben und Leben, über Engagement und ihre Pläne für ein Jahr in Mülheim an der Ruhr.

„Wie eine Droge“ (Le Monde) – Senta Berger liest Elena Ferrante / 19 Uhr

Halle 5 [A5]
VVK (zzgl. Gebühren): € 20/16 (erm.); AK (Endpreise): € 27/23 (erm.)

Mit ihrer neapolitanischen Saga („Meine geniale Freundin“, „Die Geschichte eines neuen Namens“, „Die Geschichte der getrennten Wege“) um die beiden Freundinnen Lila und Elena hat Elena Ferrante Weltbestseller geschrieben. „Das beste Porträt einer Frauenfreundschaft in der gesamten modernen Literatur“ (New York Times). Vor der Kulisse des Neapels der 50er- und 60er-Jahre und mit der Verve eines Charles Dickens erzählt Ferrante ein sehr modernes Frauendrama über Ambitionen, Freiheit und Zwang. Entstanden ist ein Jahrhundertepos, das sich in puncto Suchtpotenzial mit den großen amerikanischen Serien wie „Breaking Bad“, „Mad Men“ oder „The Wire“ messen kann. Der Drang, sich über das Phänomen Ferrante auszutauschen, ist so groß, dass sich unter #FerranteFever eine internationale Subkultur etabliert hat. Die große Senta Berger liest aus den Anfängen der Saga und sogar aus dem italienischen Original.

Über Unter Tage – Josefine Berkholz, Lara Hampe, Peter Lünenschloß und Ronya Othmann erkunden das Ruhrgebiet / 19.30 Uhr

Halle 6 [A6]
VVK (zzgl. Gebühren): € 12/ 8 (erm.); AK (Endpreise): € 17/13 (erm.)

Fünf Wochen lang haben sich vier Studenten des Literaturinstituts in Leipzig tief in den Westen gewagt, um ihren literarisch geschulten Blick auf die Spuren des Bergbaus zu richten. Sie sind an unbekannten Straßenbahnhaltestellen ausgestiegen und haben ihre Erkundungen begonnen. Sie haben Menschen getroffen und deren Lebensgeschichten gehört. Sie sind unter Tage gefahren, durch stillgelegte Zechen gewandert, und sie haben einen Katzensprungvon der Schalke Arena entfernt und im Schatten der Rungenberghalde in einem alten Bergmannhäuschen gewohnt. Auf Grundlage all dessen haben sie geschrieben. Josefine Berkholz (Jg. 1994), Lara Hampe (Jg. 1994), Peter Lünenschloß (Jg. 1982) und Ronya Othmann (Jg. 1993) präsentieren ihre facettenreichen Texte, erzählen von den Eindrücken in der Interimsheimat, vom Suchen und Schreiben und geben Einblicke in den Alltag von Gelsenkirchens jüngster Autoren-WG.
Moderation: Florian Kessler

Sven Regener und Herr Lehmann ziehen nach Kreuzberg / 19.30 Uhr

Halle 12 [A12]
VVK (zzgl. Gebühren): € 18/14 (erm.); AK (Endpreise): € 25/21 (erm.)

Kreuzberg, Anfang der 80er-Jahre – ein kreativer Urknall, eine surreale Welt voller Künstler, Hausbesetzer, Freaks, Punks und Alles-frisch-Berliner. Jeder reibt sich an jedem. Jeder kann ein Held sein. Alles kann das nächste große Ding werden. Ein Schmelztiegel der selbsterklärten Widerspenstigen, die es auch gerne mal gemütlich haben. Sven Regeners neuer Roman Wiener Straße beginnt im November 1980, an jenem Tag, an dem der unerreichte Frank Lehmann in eine Wohnung über dem Café Einfall verpflanzt wird. Österreichische Aktionskünstler, ein Fernsehteam, ein ehemaliger Intimfriseurladen, eine Kettensäge, ein Kontaktbereichsbeamter, eine Kreuzberger Kunstausstellung, der Kampf um die Einkommensoptionen, Putzjob und Kuchenverkauf, der Besuch einer Mutter und ein Schwangerschaftssimulator setzen eine Kette von Ereignissen in Gang, die alle ins Verderben zu reißen drohen … Ein großer Roman voll schräger Vögel in einer schrägen Welt.

Europas Geschichte und Gegenwart: Ian Kershaw & Norbert Lammert / 20 Uhr

Salzlager [C88]
VVK (zzgl. Gebühren): € 18/14 (erm.); AK (Endpreise): € 25/21 (erm.)

Ian Kershaw (Jg. 1943) ist einer der bedeutendsten Historiker der Gegenwart und lehrte bis zu seiner Emeritierung an der Universität Sheffield. Seine Biografie über Hitler wurde zu einem Standardwerk der Zeitgeschichte. Jüngst legte er mit „Höllensturz: Europa 1914 bis 1949“ den ersten Band einer Geschichte Europas im 20. Jahrhundert vor. „Ein flammendes Plädoyer für Europa, gerade in den Zeiten einer gefährlichen Erosion der europäischen Idee“ (Der Spiegel). Er trifft Norbert Lammert (Jg. 1948), der seit 1980 für die CDU im Deutschen Bundestag sitzt und bis zur nächsten Legislaturperiode als Bundestagspräsident amtiert. Lammert ist gebürtiger Bochumer und promovierter Sozialwissenschaftler. Er ist hellsichtiger Zeitdiagnostiker und besonnener Mahner im öffentlichen Diskurs. Beide sprechen über Europa, die Schrecknisse der Vergangenheit, die Herausforderungen unserer Gegenwart und die Perspektiven für die Zukunft des Kontinents.
Moderation: Jürgen Wiebicke

Karl Bartos und der Klang der Maschine / 21 Uhr

Halle 2 [A2]
VVK (zzgl. Gebühren): € 16/12 (erm.); AK (Endpreise): € 21/17 (erm.)

„Das Model“, „Die Roboter“, „Computerwelt“: Bei vielen wichtigen Chart-Erfolgen der legendären Elektropopgruppe Kraftwerk war Karl Bartos (Jg. 1952) als Komponist dabei. Der klassisch ausgebildete Schlagzeuger war von 1975 bis 1990 Mitglied der Gruppe. Seit seinem Einstieg entwickelte das Düsseldorfer Quartett jene unverkennbare Soundarchitektur, die die Band weltweit so einflussreich machte. Kraftwerks Musik hat die Entwicklung von Hip-Hop, Techno und Elektropop maßgeblich beeinflusst. Mit großem Respekt, aber auch mit analytischer Klarheit gibt Karl Bartos in seiner Autobiografie spannende Einblicke in das Innenleben einer Band, die sich bis heute alle Mühe gibt, geheimnisvoll und unnahbar zu sein. „Der Klang der Maschine“ ist das einzige Buch, das man über Kraftwerk lesen sollte – geschrieben von einem, der es wirklich wissen muss. „Kraftwerksind die Beatles der elektronischen Tanzmusik“ (New York Times).
Moderation: Klaus Fiehe

Samstag, den 7. Oktober 2017

Lang erwartet: Ulla Hahn und Hilla Palm / 17 Uhr

Salzlager [C88]
VVK (zzgl. Gebühren): € 16/12 (erm.); AK (Endpreise): € 21/17 (erm.)

Mit „Wir werden erwartet“ schließt Ulla Hahn („Das verborgene Wort“, „Spiel der Zeit“) ihren großen autobiografischen Romanzyklus rund um Hilla Palm ab. Nach langer Suche findet die aus einfachen Verhältnissen stammende Hilla in der Literatur ihre Heimat und in Hugo ihre große Liebe. Zusammen verleben sie die aufregenden späten 60er-Jahre. Doch dann durchkreuzt das Schicksal ihre Pläne, und verzweifelt sucht Hilla Halt bei Menschen, die für eine friedvollere, gerechtere Welt kämpfen. Die marxistische Weltanschauung wird ihr zum neuen Zuhause. Beherzt folgt sie ihren Überzeugungen und muss am Ende erkennen, dass Freiheit ohne die Freiheit des Wortes nicht möglich ist. „Wir werden erwartet“ ist die mitreißende Geschichte einer Frau in den turbulenten Jahren zwischen 1968 und dem Deutschen Herbst, ein Buch über den Mut, die Gesellschaft und sein Leben zu verändern, und eine Geschichte über die Kraft der Versöhnung.
Moderation: Sabine Scholt

Der Blick der Spinne auf die Fliege: Patricia Highsmith und ihre Helden. Mit Sophie Rois & Paul Ingendaay / 18 Uhr

Halle 12 [A12]
VVK (zzgl. Gebühren): € 20/16 (erm.); AK (Endpreise): € 27/23 (erm.)

Als Mädchen fand sie „The Human Mind“ von Karl A. Menninger, einem deutsch-amerikanischen Psychiater, im Bücherregal ihrer Eltern. Diese Lektüre war der Auslöser für eine Revolution in der Kriminalliteratur: Patricia Highsmith, geb. 1921 in Fort Worth, Texas, war die erste Autorin, die sich in ihren Büchern nicht für den Täter, sondern für die Umstände der Tat interessierte. Das Innenleben ihrer Protagonisten war ihr wichtiger als ein moralisches Urteil oder die Wiederherstellung der bürgerlichen Ordnung. Bereits ihr erster Roman, „Zwei Fremde im Zug“, wurde von Alfred Hitchcock verfilmt und machte Patricia Highsmith schlagartig berühmt. Meilensteine wie „Der talentierte Mr. Ripley“ folgten. Ihr Privatleben verlief weniger glücklich: Immer wieder verliebte sie sich in den gleichen Frauentyp, keine ihrer Beziehungen war von Dauer. Sophie Rois liest die abgründigen Texte dieser meisterhaften Erzählerin.
Konzeption und Erzählung: Paul Ingendaay

Ich bin so wild nach deinem Gummihund! Hannelore Hoger und Richy Müller auf einer literarischen Expedition in die Welt des Fetischismus / 19 Uhr

Halle 5 [A5]
VVK (zzgl. Gebühren): € 20/16 (erm.); AK (Endpreise): € 27/23 (erm.)

Der Fetisch ist auf den Hund gekommen. Auf den Gummihund, genau genommen. Was ist geworden aus der heiligen Praxis seiner Anbetung, dem Geheimwissen um die Macht der Dinge, ihre Magie, ihren Sex-Appeal? Stoff für Ratgeber zum Aufpeppen bürgerlicher Sexualpraktiken. Ein Quietsche-Entchen mit Knebelball im Schnabel. Wir sagen: Haltet ein! Dem Fetischismus muss wieder zu seiner Würde verholfen werden. Zum Glück mangelt es nicht an Weltliteratur, die genau das tut: An diesem Abend erfahren Sie von Hannelore Hoger und Richy Müller, was es mit Flaubert und den Frauenfüßen auf sich hat, wie man dem Korsett seiner Gouvernante am schönsten verfällt, wie Bret Easton Ellis sich einer Visitenkarte hingab oder wozu man Kristallgeschirr neben der Nahrungsaufnahme sonst noch benutzen kann. Aber seien Sie gewarnt: Wer die Gummiente lange genug anschaut, der weiß: Irgendwann schaut sie zurück …
Buch: Benjamin Dittmann, Jan Valk
Moderation: Jörg Thadeusz

Flake beschließt: Heute hat die Welt Geburtstag / 19.30 Uhr

Halle 2 [A2]
VVK (zzgl. Gebühren): € 14/10 (erm.); AK (Endpreise): € 19/15 (erm.)

Es ist 16 Uhr. Ein Mann sitzt still in einem Raum ohne Fenster und lauscht dem Knistern einer Neonröhre. Der Mann sitzt dort freiwillig, er hat gute Laune. In vier Stunden wird er mit einer international erfolgreichen Band auf die Bühne klettern und vor einem echten Publikum spielen, genauso wie er es sich als Kind schon vorgestellt hat. Für alles, was dazugehört, reichte seine Vorstellungskraft nicht aus. Manche Sachen glaubt man erst, wenn man sie erlebt hat. Manche selbst dann noch nicht. „Heute hat die Welt Geburtstag“ berichtet von den großen Momenten und von den Absurditäten aus dem Musikerleben und fragt unter anderem danach, ob Angela Merkel und Barack Obama ein Kind miteinander haben könnten. Flake ist Keyboarder in der Gruppe Rammstein und hat nach „Der Tastenficker: An was ich mich so erinnern kann“ sein zweites Buch geschrieben. „Rammstein sind schön, laut und böse. Und dazwischen ist Flake“, findet die Moderatorin Marion Brasch.

Heinz Strunk schickt Jürgen auf Brautschau / 20 Uhr

Salzlager [C88]
VVK (zzgl. Gebühren): € 18/14 (erm.); AK (Endpreise): € 25/21 (erm.)

Jürgen Dose hat es nicht leicht im Leben. Sein Job im Parkhaus verlangt ihm viel ab, seine Mutter muss gepflegt werden, Kontakt zu anderen Frauen gibt es nicht. Trotzdem ist für Jürgen das Glas immer halb voll, er glaubt daran, dass, wer wagt, gewinnt und er es im Leben eigentlich ganz gut getroffen hat. Zusammen mit seinem alten Freund Bernd Würmer, der im Rollstuhl sitzt und mit dem er sich ununterbrochen zankt, beschließt Jürgen die Dinge in die Hand zu nehmen! Eine Reise nach Polen mit der Firma „Eurolove“ ist teuer, aber vielversprechend. Denn heiratswütig sind die da! So sitzen Jürgen und Bernie bald im Bus nach Breslau, zusammen mit anderen Liebessuchern. Komisch, unerbittlich und rasant schildert Heinz Strunk das Abenteuer zweier Glücksritter am Rande der Gesellschaft. „Mit Jürgen steht er Sprachschleifern wie Ödön von Horváth oder Karl Kraus näher, als einem auf Slapstick abonnierten Publikum lieb sein kann“ (Die Zeit).

Sonntag, den 8. Oktober 2017

Donna Leon und Annett Renneberg gönnen Commissario Brunetti keine Ruhe / 17 Uhr

Halle 12 [A12]
VVK (zzgl. Gebühren): € 18/14 (erm.); AK (Endpreise): € 25/21 (erm.)

Er ist einer der berühmtesten und zugleich dienstältesten Kommissare Europas: Seit 25 Jahren ist Commissario Guido Brunetti in Venedig Alt-Nazis, Sex-Touristen, Dealern und Müllsündern auf den Fersen. Oft führen ihn seine Ermittlungen in die ersten Kreise der Lagunenstadt, und nicht selten können sich die Schuldigen am Ende ihrer gerechten Strafe entziehen. Kein Wunder, dass den Commissario bei seinem 26. Fall, „Stille Wasser“, die Kräfte verlassen: Nach einem Schwächeanfall in der Questura soll er sich in ländlicher Idylle erholen. Aber genau hier, zwischen Bienen und Blumen, kommt er dem größten Fall seiner Karriere auf die Spur … Donna Leon wurde 1942 in New Jersey geboren, ihre Kriminalromane sind in mehr als 30 Sprachen übersetzt – nur nicht ins Italienische: Zu wichtig ist der Star-Autorin die Anonymität und das normale Leben in ihrer Zweitheimat Venedig.
Moderation: Antje Deistler, dt. Text: Annett Renneberg

Annie Ernaux und Mariele Millowitsch blicken zurück / 17 Uhr

Salzlager [C88]
VVK (zzgl. Gebühren): € 18/14 (erm.); AK (Endpreise): € 25/21 (erm.)

Kindheit in der Nachkriegszeit, Algerienkrise, die Karriere an der Universität, das Schreiben, eine prekäre Ehe, die Mutterschaft, der Aufbruch von 1968, Krankheiten und Verluste, die Folgen der Globalisierung, die uneingelösten Verheißungen der Nullerjahre, das eigene Altern. Anhand von Fotografien,Erinnerungen und Aufzeichnungen, von Wörtern, Melodien und Gegenständen vergegenwärtigt Annie Ernaux („Gesichter einer Frau“) die Jahre, die vergangen sind. Entstanden ist ein zart schwebendes Erinnerungsbuch, ein Gesellschaftsporträt, eine „unpersönliche Autobiographie“, die einen staunend durch die Jahre gleiten lässt. In Frankreich stand das Buch wochenlang auf den Bestsellerlisten und ergriff die französische Leserschaft. „Die Jahre“ ist ein Meisterwerk der Gedächtnisliteratur und ein schillernder Roman, geschrieben von einer der prägenden literarischen Autorinnen Frankreichs.
Moderation: Carine Debrabandère, dt. Text.: Mariele Millowitsch

Jener ist verliebt und närrisch, und noch obendrein ein Dichter. Ulrich Noethen und Cordula Stratmann entdecken Heinrich Heine / 17 Uhr

Halle 5 [A5]
VVK (zzgl. Gebühren): € 20/16 (erm.); AK (Endpreise): € 27/23 (erm.)

Christian Johann Heinrich Heine (1797–1856) liebte das Meer, die Frauen und die Würste im Harz. Und er wurde zu einem Klassiker, der auch im Jahr 2017 nicht Gefahr läuft zu verstauben. Er war ein politischer Hitzkopf, ein Taubenherz, ein Geierschnabel, ein Freiheitskämpfer. Der erste Schriftsteller, der ohne Ironie nicht denkbar wäre. Der Dichter, der die Romantik zur Vollendung brachte und zugleich mit seinem grandiosen Spott bedachte. Wir müssen Heinrich Heine dankbar sein. Nicht nur für seine Texte. Er hat das Feuilleton erfunden und den Beruf des freien Schriftstellers. Er sang die schönsten Loblieder auf Paris und auf die Nordsee. Und wurde angefeindet wie kein zweiter. Ulrich Noethen und Cordula Stratmann erkunden sein Leben und seine Dichtung. „Ihm ist geglückt, was Europa den Deutschen kaum mehr zutraute: ein Stück Weltliteratur in deutscher Sprache“ (Marcel Reich-Ranicki).
Konzept: Tobias Bock und Traudl Bünger

„Manchmal ess ich morgens Brot“ – Lebensläufe aus dem Ruhrgebiet / 19 Uhr

Halle 2 [A2]
VVK (zzgl. Gebühren): € 12/ 8 (erm.); AK (Endpreise): € 17/13 (erm.)

Talal (Jg. 1967) aus Essen war Mathematikprofessor, in einem anderen Leben, im Irak. Heute hilft er Flüchtlingen. Haeng-Ja (Jg. 1947) aus Bochum isst mittlerweile manchmal morgens Brot – undenkbar, als sie vor fast 50 Jahren aus Korea ins Ruhrgebiet kam. Bergmannssohn Uwe (Jg. 1950) aus Dortmund floh vor 60 Jahren mit seiner Familie aus der DDR. Heute hat Uwe eine Dauerkarte fürs Westfalenstadion. Bridget (Jg. 1963) wurde in Kamerun geboren und bleibt vor allem in Bochum, weil ihr Mann hier glücklich ist. Zwischen Halden und Heimat, Stadion und Strukturwandel hat sich Dokumentarfilmerin Undine Siepker („Ali sein Garten“) für die erste lit.RUHR auf die Suche nach Menschen und ihren Geschichten gemacht. Gefunden hat sie Erstaunliches, Tragisches, Schönes – und große Weisheit. Gelebte Ruhrgebietsgeschichte in Bild und Text. Mit Klara Eham, Alicja Rosinksi, Rudi Klein und Johannes Hoff (Folkwang Universität der Künste). Regie: Undine Siepker, Dramaturgie: Eva Schuderer

Mariana Leky, Sandra Hüller und der Okapi-Traum / 20 Uhr

Salzlager [C88]
VVK (zzgl. Gebühren): € 14/10 (erm.); AK (Endpreise): € 19/15 (erm.)

Immer, wenn die alte Westerwäldlerin Selma vom Okapi träumt, kommt der Tod ins Dorf. Unklar ist nur, wen es treffen wird. Davon, was die Dorfbewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt „Was man von hier aus sehen kann“. Mariana Leky (Jg. 1973) wurde für ihren letzten Roman, „Die Herrenausstatterin“, von der Presse stürmisch gefeiert: „komisch und traurig, gespenstisch und menschlich, grotesk und rührend, vor allem aber verblüffend weise“ (Süddeutsche Zeitung). „Was man von hier aus sehen kann“ ist das Porträt eines Dorfes – vor allem aber ein Roman über die Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen auswählt. „So unterhaltsam und märchenhaft und von einer so großen Weisheit und Tiefe, dass ich unbedingt damit zu tun haben wollte“, sagt Sandra Hüller („Toni Erdmann“) und liest Auszüge aus dem Text.
Moderation: Thomas Laue

Deon Meyer und Peter Lohmeyer haben Fever / 20 Uhr

Halle 12 [A12]
VVK (zzgl. Gebühren): € 16/12 (erm.); AK (Endpreise): € 21/17 (erm.)

Eine tödliche Krankheit hat 95 Prozent der Menschheit dahingerafft, die staatliche Ordnung ist zerfallen, Strom gibt es nicht mehr, und Nahrung ist ein rares Gut geworden. Nicolaas Storm fährt mit seinem Vater Willem in einem Lastwagen durch verlassene Städte und verwüstete Dörfer des ehemaligen Südafrikas. Die Davongekommenen müssen um ihr Leben fürchten, bis sie einen Platz finden, der für einen Neubeginn geeignet scheint. Als sie sich in ihrer neuen Siedlung sicher glauben, passiert die Katastrophe: Willem wird ermordet … „Deon Meyer ist in der geradezu erschütternd spielstarken ersten Liga der Krimiautoren Südafrikas so etwas wie der FC Bayern“ (Die Welt), nun bringt er sein neues Buch mit. In Fever erzählt er die mitreißende Geschichte einer bedrohlichen Zukunft, eine packende Jagd nach einem Mörder und ein anrührendes Epos über das, was den Menschen ausmacht.
Moderation: Bernhard Robben, dt. Text: Peter Lohmeyer

Kafka! Mit Corinna Harfouch & Robert Gwisdek / 20 Uhr

Halle 5 [A5]
VVK (zzgl. Gebühren): € 20/16 (erm.); AK (Endpreise): € 27/23 (erm.)

Für Elias Canetti war er „der Dichter, der unser Jahrhundert am reinsten ausgedrückt hat“. Er meinte Franz Kafka, der wie kein Zweiter die Katastrophen des 20. Jahrhunderts zu ahnen schien und dessen Werk noch heute widerständig, vital und rätselhaft ist. Zu Lebzeiten war Kafka ein schleppend publizierter Autor. Vor allem war er Beamter der „Prager Arbeiter- und Unfallversicherung“. Er bewertete Risiken, setzte sich für verbesserten Unfallschutz ein und publizierte Fachartikel. Dieser „Brotberuf“ sicherte nicht nur seinen Lebensunterhalt, sondern verhalf ihm zu tiefen Einblicken in das Ausgeliefertsein des Menschen im System, ein Zentralmotiv seines Schreibens. Corinna Harfouch und Robert Gwisdek bringen amtliche, literarische und briefliche Texte Kafkas in Dialog und erzählen vom Leben eines Beamten und eines ungebremst Liebenden, der einer der wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts werden sollte.
Konzept: Tobias Bock & Traudl Bünger

Weitere Informationen

Internetseite der lit.RUHR
Programmheft der lit.RUHR
Veranstaltungen der lit.kid.RUHR auf Zollverein


Organisatorische Hinweise

Informationen und Tickets
Infopunkt Parkplatz A2, täglich von 10 bis 21 Uhr Tickets und Informationen rund um die lit.RUHR.

Das lit.RUHR-Festivalcafé
Das lit.RUHR-Festivalcafé „die kokerei“ in der ehemaligen Mischanlage [C70] auf der Kokerei bietet Festivalatmosphäre bei Kaffee, Pils und kleinen Speisen – mit Blick auf die Koksöfen der Kokerei Zollverein. Das Festivalcafé ist Treffpunkt für Autoren, Schauspieler, Künstler und Moderatoren sowie für Freunde und Besucher der lit.RUHR.
Täglich geöffnet von 20-2 Uhr.

Barrierefreie Angebote
Rund 20 Veranstaltungen werden in Gebärdensprache übersetzt, weitere Informationen www.lit.ruhr/Barrierefreiheit.


Unterstützer und Förderer