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Anbieter: Ruhr Museum

Erich Grisar. Ruhrgebietsfotografien 1928–1933

Sonderausstellung


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© Erich Grisar / Stadtarchiv Dortmund

Die Ausstellung zeigt erstmals die Fotografien des Dortmunder Arbeiterschriftstellers Erich Grisar. Die zwischen 1928 und 1933 entstandenen Schwarzweiß-Aufnahmen bieten einen ungeschönten und dafür umso faszinierenderen Blick auf das damalige Revier.


Die weitgehend unveröffentlichten Aufnahmen im Stil der Sozialreportage entstanden in den Jahren 1928 bis 1933 im Ruhrgebiet, vor allem aber in seiner Heimatstadt Dortmund.

Der im Dortmunder Stadtarchiv lagernde fotografische Nachlass Grisars umfasst mehr als 4200 Negative und Glasplatten, wovon circa 1500 im Ruhrgebiet entstanden sind. Erstmalig wurde dieser Bestand ausgewertet und ist nun in einer Auswahl von knapp 200 Fotografien im Ruhr Museum zu sehen. Grisar hat gezielt Themen aus dem Arbeitermilieu fotografiert, zu denen er zeitlebens auch schriftstellerisch gearbeitet hatte. Hier interessierten ihn besonders die Härten des Alltags- und Arbeitslebens. Seine Fotografien zeigen eine Innensicht des Reviers und sind mit einem empathischen Blick für die Menschen ins Bild gesetzt.

Die Ausstellung ist Teil eines großen Kooperationsprojektes. Das Ruhr Museum entdeckt Grisar zusammen mit dem Stadtarchiv Dortmund, wo der fotografische Nachlass liegt, und dem LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, wo die Ausstellung vom 24. Februar bis 8. Oktober 2017 gezeigt wird, als Fotografen; das Fritz-Hüser-Institut, wo der schriftstellerische Nachlass aufbewahrt wird, und die LWL-Literaturkommission für Westfalen, die weitere Werke Grisars bearbeitet und herausgibt, entdecken ihn als Schriftsteller.

Der Katalog zu dieser Ausstellung ist im Klartext Verlag erschienen. Er umfasst ca. 224 Seiten mit ca. 240 Abbildungen und kostet 19,95 Euro.

Eine wissenschaftliche Tagung und ein umfangreiches Führungsangebot – darunter die Führung „Kinderalltag in Ruhrgebietsfotografien“ für Großeltern und Enkel – begleiten die Ausstellung.


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