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HISTORIE DER STANDORTENTWICKLUNG

ERHALT DURCH UMNUTZUNG: 1989 BIS HEUTE

Der denkmalgerechte Erhalt und die Herrichtung des historischen Gebäudebestandes auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein für attraktive Neu- und Umnutzungen gehört zu den zentralen Aufgaben auf dem 100 Hektar großen ehemaligen Industriegelände.

Nach der Bauhütte (1989-1999), der Landesentwicklungsgesellschaft NRW und der Entwicklungsgesellschaft Zollverein (2001-2009) ist es seit 2009 Aufgabe der Stiftung Zollverein, das UNESCO-Welterbe Zollverein zu erhalten und die einzelnen Quartiere zu einem Zukunftsstandort zu entwickeln. Grundlage ist der städtebauliche Masterplan von Rem Koolhaas. Der Plan wurde 2001 in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden erarbeitet, um auf einzigartige Weise Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander zu vereinen. Die künftige Ausgestaltung des Areals basiert auf einer städtebaulichen Vision, die Neubauten harmonisch in das bestehende denkmalgeschützte Bauensemble integriert und mit neuen Nutzungen Perspektiven für künftige Generationen sichert.

„Schönste Zeche der Welt“
Einst galt sie als „schönste Zeche der Welt“: Im Jahr 1847 gegründet, wurde die Zeche Zollverein zwischen 1928 und 1932 von den Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer um die prägende Schachtanlage XII im Stil der Neuen Sachlichkeit erweitert. Der harmonisch durchgestaltete, in zwei Achsen nach Prinzipien der Symmetrie und Geometrie angeordnete Industriekomplex war eine einmalige Musteranlage und gilt als Gesamtkunstwerk.
Das Ende des Kohle- und Stahlzeitalters machte letztlich jedoch auch vor Zollverein nicht Halt. Am 23. Dezember 1986 fuhr die letzte Schicht nach 135 Jahren Bergbaubetrieb ein. Erst wenige Tage zuvor stellte die oberste Denkmalbehörde des Landes Nordrhein-Westfalen Zollverein Schacht XII unter Schutz und ebnete damit den Weg für eine Entwicklung, die symbolhaft für den Wandel im Ruhrgebiet steht.

Erhalt durch Umnutzung
Erhalt durch Umnutzung war damals wie heute das Motto. Nachdem die einst „Verbotene Stadt“ schrittweise saniert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden war, entwickelte sich das Areal weiter zu einem zukunftsweisenden Immobilienstandort. Kultur- und Medienschaffende haben heute in den Hallen ihre Ateliers und Büros, das Design Zentrum Nordrhein-Westfalen zog 1997 in das von Norman Foster umgestaltete ehemalige Kesselhaus ein.

Endgültig besiegelt wurde der fortschreitende Erneuerungsprozess, als die UNESCO im Dezember 2001 Zeche und Kokerei Zollverein zum Welterbe ernannte. Der noch im selben Jahr von Rem Koolhaas entwickelte Masterplan für Zollverein wurde daraufhin schrittweise umgesetzt, das größte Übertagegebäude – die Kohlenwäsche – zum neuen Ruhr Museum und Besucherzentrum umgebaut. Als Essen und das Ruhrgebiet 2010 den Titel Kulturhauptstadt Europas trugen, war die ehemalige Schachtanlage XII als touristischer Kernbereich des Welterbes weitgehend fertiggestellt.

Seit 2011 treibt die Stiftung Zollverein die Entwicklung der Kokerei Zollverein voran und unterstützt ihren Partner NRW.URBAN bei der Entwicklung der ehemaligen Schachtanlage 1/2/8.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

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© Jochen Tack / Stiftung Zollverein

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