wartnichtaufkunst.aberdrunter!
Pünktlich zur Eröffnung der Kulturhauptstadt 2010 wurde die neue Anbindung des Welterbes Zollverein an den Nahverkehr eröffnet. Staatssekretär Günter Kozlowksi und Klaus-Peter Wandelenus, technischer Vorstand der Essener Verkehrs-AG (EVAG), erklärten im Rahmen der offiziellen Pressekonferenz am 7. Januar 2010 Hintergründe und Details des neuen Mittelbahnsteigs. Seit dem 9. Januar 2010 ist die neue Haltestelle Zollverein in Betrieb.
Im ersten Jahr präsentiert sich die wandelbare Konstruktion im Design vom angehenden Grafikdesigner Clemens Behr aus Dortmund. Der Entwurf des 24-jährigen Studenten wurde in Kooperation mit dem Kulturhauptstadtprojekt „concrete playground“ ausgewählt und schmückt nun die filigrane Beton-Haltestelle des österreichischen Architektenbüros um Marc Remshardt. Die Haltestelle in unmittelbarer Nähe zum Eröffnungsschauplatz der Kulturhauptstadt wurde im Rahmen des Kulturfests am 9. und 10. Januar bereits ausgiebig erprobt.
Binnen weniger Monate wurde der Entwurf von Marc Remshardt “wartnichtaufkunst.aberdrunter“ an der Gelsenkirchener Straße realisiert. Nachdem die Straße um drei Meter verbreitert, etwa 400 Meter Gleise verlegt und eine neue Fahrleitungsanlage installiert wurden, konnte die wandelbare Beton-Konstruktion des neuen Mittelsteigs zeitgerecht für den Besucheransturm des Kulturfests in Betrieb genommen werden. Überdacht und mit einem modernen Leit- und Fahrgastinformationssystem ausgestattet, ermöglicht sie Besuchern des Welterbes ein barrierefreies Ein- und Aussteigen auf dem zentralen Mittelgleis. Die Gestaltung der Wände und Decke der neuen Haltestelle soll jährlich wechseln und durch Gestaltungswettbewerbe der Stiftung Zollverein ermittelt werden.
Der Entwurf des Architekturbüros um Marc Remshardt setzte sich unter den 36 internationalen Einsendungen des Wettbewerbs im vergangenen Jahr durch. Aufgabe war die Gestaltung eines Mittelbahnsteigs für die Haltestelle, der Besuchern des Welterbes die erste Orientierung erleichtert und sich dabei optisch in die Architektur der ehemaligen Zeche einfügt. Der prämierte Entwurf aus Beton greift ein typisches Element von Industrie- und Bahnanlagen auf und programmiert es dabei neu: Wände und Decke sind „Träger“ für junge, angewandte Kunst aus dem öffentlichen Stadtraum.
Die erste Ausschreibung im November 2009 gewann der Dortmunder Student und angehende Grafikdesigner Clemens Behr mit seinem zwei- und dreidimensionalen Gestaltungsentwurf. Der Einsatz grafischer Elemente unterschiedlicher Farben verleiht der Konstruktion räumliche Tiefe und schafft ein ansprechendes Gesamtbild der Haltestelle.